19. Juli 2012, 12:49
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„Spezialisten benötigen ein Netzwerk“

Die Hanse Merkur Gruppe bündelt ihre Vertriebsbeteiligungen seit Juli in der neu gegründeten HVP – Hanse Vertriebs Partner AG. Cash. sprach mit HVP-Chef Peter Ludwig über seine neue Aufgabe und die Ziele des Netzwerks.

Vertriebsstrategie-Peter-Ludwig in „Spezialisten benötigen ein Netzwerk“

Peter Ludwig, Hanse Vertriebs Partner AG

Cash.: Herr Ludwig, rund zehn Jahre waren Sie Vertriebsvorstand der Hanse Merkur. Zum 1. Juli haben Sie die Führung der neugegründeten Hanse Vertriebs Partner AG (HVP) übernommen. Wie schwer ist Ihnen der Abschied gefallen?

Ludwig: Natürlich hatte ich mich im Vorfeld gefragt, ob ich angesichts der erreichten Team-Erfolge in den vergangenen Jahren und den für die Hanse Merkur positiven Perspektiven etwas Neues beginnen sollte. Aber wir haben im Unternehmen eine Entscheidung getroffen, die ich für sehr gut halte und die ich auch maßgeblich selbst vorangetrieben habe.

Cash.: Welche neuen Ziele verfolgen Sie künftig mit der HVP?

Ludwig: Die HVP hat eine andere Zielsetzung als die klassischen Beteiligungen an Vertrieben. Andere Versicherer beteiligen sich an Vertrieben, um entweder Neugeschäftskapazitäten an sich zu binden oder um Bestände zu sichern – die Beteiligung im Sinne einer Finanzanlage tritt dabei eher in den Hintergrund.

Unser Ziel ist es, in fünf Jahren ein Netzwerk von bis zu 20 Vertrieben oder vertriebsnahen Dienstleistern aufgebaut zu haben und mit diesen Partnern gemeinsam Mehrwerte zu generieren. Dieses Gesamtnetzwerk gilt es, börsenfähig zu machen.

Cash.: Da haben Sie aber noch viel Arbeit vor sich. Wo stehen Sie im Moment?

Ludwig: Drei vorhandene Beteiligungen werden in die HVP eingebracht. Das ist zum einen der Krankenversicherungsspezialist Impuls, an dem wir zu 50 Prozent beteiligt sind. Hinzu kommen mit der Care Concept AG und Tourvers zwei Spezialisten aus dem Reisebereich, die von der Hanse Merkur Reiseversicherung in die HVP übertragen werden. Das ist zunächst die Basis.

Cash.: Und darüber hinaus?

Ludwig: Klar ist: Großvertriebe und Pooler sind nicht unsere Zielgruppe. Es gibt aber eine nicht unbeträchtliche Zahl von Vertrieben, die interessant sein können oder selber ein Interesse haben, in der aktuellen Phase der Verunsicherung, Unterstützung und Begleitung zu erfahren.

Cash.: Werden Sie dabei vor allem den Bereich Krankenversicherung forcieren?

Seite zwei: Verunsicherung der Kunden durch Billigtarife?

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1 Kommentar

  1. Nachdem die Hanse Merkur den Bestandsmaklern die bisherigen Courtagezusagen auf fragwürdige Art- und Weise entzogen hat obgleich diese in der Masse unter den gestzlichen Begrenzung lagen, sollte Herr Ludwig vielleicht nicht die Besten suchen sondern die, die sich am leichtesten bei der HM über den Tisch ziehen lassen…

    Ein souveräner Partner ist zuverlässig und versucht nicht bei jeder Änderung durch den Gesetzgeber vertriebsgesteuert seinen Partnern im nachhinein schlechtere Konditionen aufzudrücken. Andere Marktteilnehmer unter den Gesellschaften haben das jedenfalls nicht versucht ausser der Hanse Merkur Krankenversicherung(!) (noch dazu mit fragwürdigen Argumentationen). Allerdings sind andere in der Vergangenheit auch nicht durch dubiose Methoden bei den Auslandskrankenversicherungen aufgefallen…

    Kommentar von Muemmelmann — 20. Juli 2012 @ 10:03

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