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18. September 2013, 08:00
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Was bedeutet Googles Markteintritt für Vermittler?

Sicherlich haben Sie bereits vernommen, dass Google in den Versicherungsmarkt einsteigt. Ab 2014 soll bereits bei einer Vergleichsanfrage das eigene Vergleichsangebot offensiv angeboten werden.

Die Pradetto-Kolumne

Google Suchmaschine

“Der Eintritt eines mächtigen Online-Unternehmens in den Markt wird weitreichende Veränderungen mit sich bringen”.

Die Anträge selbst werden direkt an die jeweiligen Versicherer übermittelt, wofür Google bis zu 80 Euro je Abschluss kassieren möchte.

Der Eintritt eines mächtigen Online-Unternehmens in den Markt wird natürlich weitreichende Veränderungen mit sich bringen. Die Transparenz im Versicherungsgeschäft für den Endverbraucher wird weiter zunehmen. Der Wettbewerb im Plattform-Bereich wird sich massiv verschärfen.

Keine Konkurrenz für den Vermittler

Der Vermittler hingegen wird kaum darunter leiden. Schon jetzt schafft es ein normaler Vermittler nicht, in den relevanten Suchanfragen unter die Top-Listings zu gelangen. Hier bedeutet der Eintritt des Suchmaschinengiganten Google keine Veränderung. Dies heißt allerdings nicht, dass der Makler die Kundenakquise, die Generierung von Leads und das Bestandskundengeschäft über das Internet nun endgültig abschreiben sollte.

Kunden aktivieren ohne Suchmaschine

Ganz im Gegenteil: Wichtiger denn je wird es in seiner Strategie, sich abseits der Suchmaschine Google auszurichten. Die Onlinestrategie muss darauf abzielen, den Kunden für sein Internetgeschäft zu aktivieren, bevor er überhaupt in der Suchmaschine nach Produkten sucht.

Genau dies macht übrigens auch der Marktführer “Check24”. Seit Jahren schaltet dieses Portal Fernsehwerbung, obwohl es ein offenes Geheimnis ist, dass man mit Fernsehwerbung niemanden auf eine Webseite lockt: Der Medienbruch verhindert es.

Sich als Marke beim Kunden etablieren

So geht es Check24 nicht darum, Kunden direkt zu gewinnen sondern die eigene Marke zu etablieren. Der Kunde sucht nicht mehr den “Vergleich” bei Google, sondern direkt nach dem ihm bekannten Partner.

Können Sie das nicht auch? Sie benötigen dafür nicht einmal teure Werbung. Sie sitzen ja schon regelmäßig beim Kunden. Sie müssen nur dafür sorgen, dass Sie das erste sind, was Ihr Kunde sucht, wenn er an Versicherungen denkt. Wenn Ihnen dies durch Service und gute Dienste – auch und gerade im Internet – gelingt, brauchen Sie sich um Googles Konkurrenz nicht zu scheren.

Autor Oliver Pradetto ist Kommanditist und Mitbegründer des Maklerpools Blau direkt.

Foto: Anne-Lena Cordts

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6 Kommentare

  1. Zum Kommentar von Herrn Hanke:
    Herr Hanke generiert Leads um diese an Makler zu verkaufen.
    Mein Unternehmen hilft Maklern hingegen kostenfrei Leads selbst zu generieren.
    Das Urteil von Herrn Hanke könnte von diesem Interessengegensatz beeinflußt sein.

    Kollegiale Grüße
    Oliver Pradetto

    Kommentar von Oliver Pradetto — 20. September 2013 @ 14:18

  2. Bei der Beratung von komplexen Versicherungsprodukten wird der Vermittler sicherlich noch einige Zeit seine Stärken gegenüber google aufspielen können. Wenn aber mehr und mehr Kunden bei einfachen und standardiesierten Produkten auf google zurückgreifen, wird über kurz oder lang den Vermittlern die Basis entzogen.

    Kommentar von Reinhard Bellinghausen — 20. September 2013 @ 12:30

  3. Das der Online Finanzmarkt funktionieren kann hängt in erster Linie mit dem Versagen der klassischen Beratungskanäle zusammen. Kunden sind enttäuscht über Vermittler und Berater und informieren sich selbst. Dann landen Sie auf Seite wie Check24.de oder fondsdiscount.de auf denen Finanzprodukte entweder mit günstigeren Tarifen oder aber weniger Kosten angeboten werden. Denn wenn der Kunde sich schon selbst informiert wieso soll er dann noch etwas bezahlen. Wer seine Kunden in der Vergangenheit gut und nachhaltig beraten hat der wird auch keine Kostendiskussion mit den Kunden führen müssen oder aber sich mit Online Mitbewerbern rumärgern. Die anderen Kunden werden wo in der Online Welt Ihr Glück finden.

    Kommentar von Tom Marx — 20. September 2013 @ 11:30

  4. Ich kann mir kaum vorstellen, das unser Kundenkreis über Google das Finanzgeschäft abwickeln möchte. Insbesondere kennen der Kunde keinerlei Fallstricke in den Bedingungen oder ähnlichem.

    Das wäre ja wie wenn ich morgens aufstehe, erstmal mein Auto repariere und die Wartung durchführe, danach den Teig anmache und meine eigenen Brezeln backe und anschließend noch Blut von mir abnehmen und die Analyse und Diagnostik zu Hause im eigenen Labor vornehme……..

    Ich bin zuversichtlich, das unser Kundenkreis sehr gut betreut wird – trotzdem sollte man mit dem Markt mitwachsen. Mein Team bietet daher heute schon den Kunden eine einfache und fachlich kompetente Onlineberatung an!

    Google – ADE!

    Kommentar von Heiko Cudok — 20. September 2013 @ 11:13

  5. Hier spricht ein Blinder von der Farbe: 1. die Nutzerzahlen der Website check24 im Moment und kurz nach den TV spots steigen exorbitant, heisst TV ist ein unmittelbarer Kanal zur neukundengewinnung. Der Cost per User ist sogar niedriger als bei Adwords. Und die Budget die Check hier ausgibt sind in zweistelligen Mio Bereich pro Jahr. Hier eine Brücke zum Makler zu schlagen ist naiv.
    2. google steigt in den KFZ LeadMarkt ein und bedroht damit die klassischen Vergleichsportale und die Direktversicherer, nicht den Makler, der hat von dem preisaggressiven Geschäft im Moment sowieso keine Vorteile und auch keine Lust. Dieser Kunde ist doch in einem Jahr wieder weg, wenn es einen billigeren Tarif gibt.

    Kommentar von Oliver Hanke — 20. September 2013 @ 09:12

  6. Herr Pradetto ist mir in der Vergangenheit mehrfach mächtig auf den Wecker gegangen. Aber auch hier hat er durchaus recht. Wer sich um seine Kunden kümmert, braucht sich vor Onlinern keine Sorgen zu machen. Die werden von alleine weniger. Aber! Nur dann, wenn wir Makler unseren Job machen. Sonst schaffen wir uns selbst ab.

    Kommentar von Peter Föll — 18. September 2013 @ 15:39

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