Anzeige
1. Juli 2013, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Megatrends für sich nutzen

Vertrieb geht heute anders, sagt Andreas Buhr. Denn der moderne Kunde ist kritisch, informiert und weltweit vernetzt. Der Vertriebsexperte erklärt, wie Sie aus Megatrends Chancen machen und so den Kunden 3.0 im Netz abholen.

Gastbeitrag von Andreas Buhr, Speaker, Trainer und Dozent

Megatrends

“Was bedeuten die Megatrends nun für den Vertrieb von Finanzprodukten? Zunächst einmal: neue Chancen.”

Pay-as-You-Live – als Finanzdienstleister sollten Sie sich diesen Begriff merken. Er zeigt die Richtung in der Branche an: Kunden verlangen immer mehr nach Versicherungsmodellen und Finanzierungslösungen, die exakt auf ihre Lebenslage zugeschnitten sind.

Das heißt für Sie: Sie müssen immer schneller und mit innovativen Produkten und Services auf neue Bedürfnisse reagieren. Ist das machbar? Ich sage: Ja, wenn Sie gut vorbereitet sind. Denn letztlich basieren die neuen Bedürfnisse immer auf sogenannten Megatrends, die nicht von heute auf morgen entstehen.

Diese Trends beeinflussen unsere Arbeitswelt ebenso wie unser Privatleben und wirken sich direkt auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Privat- und Geschäftskunden aus. Und damit auch auf das Produkt- und Dienstleistungsportfolio, mit dem Sie morgen erfolgreich sind.

Umdenken für neue Zielgruppen

Beispiel demografischer Wandel: Die längere Lebenserwartung wirkt sich nicht nur auf die Rentenversicherung aus, sondern auch auf andere Finanzprodukte: Menschen, die mit 70 Jahren noch so aktiv sind, wie die heute 50-Jährigen, brauchen im Alter größere finanzielle Reserven. Das Prinzip der Lebensversicherung und der privaten Rentenversicherung muss entsprechend überdacht werden.

Der Spruch “Die Rente ist sicher” sollte künftig für die private Vorsorge gelten. Kunden heute lassen sich nicht mehr mit möglichen Ausschüttungen locken. Sie wollen genau wissen, wie hoch später die einmalige Auszahlung oder die monatliche Rente ist. Vor allem möchten sie wissen, was ihr Finanzdienstleister unternimmt, um dieses Versprechen einhalten zu können.

Zudem findet ein Umdenken bei der Bevölkerungsgruppe statt, die zahlenmäßig immer mehr wird: den Frauen. Auch das ist ein Megatrend: Frauen prägen zunehmend Produkt- und Serviceanforderungen. Denn anders als noch vor wenigen Jahren entscheiden sie selbstbewusst und individuell, wofür sie ihr verdientes Geld ausgeben. Sie interessieren sich für Wirtschaft, für ihre Vorsorge und für Investitionsmöglichkeiten. Dennoch werden sie in der Finanzberatung als Zielgruppe noch weitgehend vernachlässigt.

Frauen anders beraten

Wichtig bei der Zielgruppe Frauen: Sie müssen anders angesprochen werden als Männer: emotionaler, involvierend, persönlich. Vertrauen und Empathie spielen eine größere Rolle. Die Anforderungen, die Frauen an ihre Finanzplanung stellen, unterscheiden sich zudem stark von denen der Männer: Sicherheit verbunden mit Flexibilität, das sind für sie die entscheidenden Kriterien.

Dies alles verbinden sie mit ihren Wertvorstellungen: Sie achten auf ethische und ökologische Aspekte ihrer Geldanlage, investieren zum Beispiel in neue Energien und umweltfreundliche Technologien. Nachhaltigkeit wird in der Finanzdienstleistung daher immer mehr zum Wettbewerbskriterium.

Das Thema Werte gewinnt im Finanzdienstleistungsbereich im Übrigen eine immer größere Bedeutung. So auch, wenn es um religiöse Überzeugungen geht. Die iFIS e.K. etwa bietet Banking nach den Prinzipien des Islam an – inklusive dem Verbot von unsicheren und unethischen Geschäften, von Glücksspiel – und von Zinsverbot. Vermehrung des Geldes funktioniert bei der iFIS nach dem Prinzip des Commercial Musharakah.

Seite zwei: Werte immer wichtiger

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Immobilien

IVD: Sachkundenachweis für Immobilienmakler zügig umsetzen

Der Immobilienverband IVD und der Deutsche Mieterbund apellieren an die Politik, das lang erwartete Gesetz zur Qualifikation von Immobilienmaklern und -verwaltern noch vor der Bundestagswahl zu verabschieden. Eine Anhörung im Bundestag ist für den 29. März angesetzt.

mehr ...

Investmentfonds

Verhaltensforschung: Drei Ansätze zur Förderung privater Altersvorsorge

Bei den Deutschen setzt sich allmählich die Einsicht durch, dass im Rahmen der privaten Altersvorsorge kein Weg am Kapitalmarkt vorbei führt. In der Umsetzung spielen Finanzberater eine Schlüsselrolle. Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung bieten interessante Ansätze.

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erfolgreiche Projekte von Project

Der Asset Manager Project Investment hat 2016 zusammen mit dem Partner Project Immobilien insgesamt fünf Wohnungsbauprojekte erfolgreich abgeschlossen und damit eine durchschnittliche Objektrendite von über zwölf Prozent auf das eingesetzte Kapital erzielt.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...