Anzeige
14. August 2014, 11:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Altersvorsorge: Allianz baut Neugeschäft mit modifizierten Garantien aus

Die Allianz Deutschland fährt das Neugeschäft mit klassischen Garantien in der Lebensversicherung zunehmend zurück. Wie der Versicherer in München mitteilte, stammte im ersten Halbjahr 2014 bereits jeder zweite neu verdiente Euro (52 Prozent) in der privaten Altersvorsorge aus einem Vertrag mit modifizierten Garantien – Tendenz steigend.

Markus Rieß, Allianz: Dass die Maßnahmen des Zukunftsprogramms Sachversicherung nachhaltigen Erfolg zeigen, ist nun an den Zahlen ablesbar.

Markus Rieß, Allianz: “Dass die Maßnahmen des Zukunftsprogramms Sachversicherung nachhaltigen Erfolg zeigen, ist nun an den Zahlen ablesbar.”

Nach Allianz-Angaben entfielen im zweiten Quartal 2014 bereits 55 Prozent des Neugeschäfts in der Altersvorsorge auf Verträge, die ohne klassischen Garantiezins auskommen. Dabei setzt der Versicherer vor allem auf das neue Vorsorgekonzept “Perspektive”. Seit dessen Einführung im Juli 2013 verkaufte die Allianz gut 50.000 Perspektive-Verträge – davon wurde der Großteil (30.000 Verträge) in den ersten sechs Monaten dieses Jahres abgeschlossen.

Einmalbeitragsgeschäft überholt laufendes Beitragsgeschäft

In der Lebensversicherung konnte die Allianz ihre Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr 2014 um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 9,4 Milliarden Euro steigern. Während jedoch das laufenden Beitragsgeschäft mit einem Plus von 0,3 Prozent nahezu unverändert blieb, legte das Geschäft gegen Einmalbeiträge rasant zu: Mit einem Zuwachs von rund 36 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro übertraf das Einmalbeitragsvolumen sogar die laufenden Beitragseinnahmen in Höhe von 4,6 Milliarden Euro.

“Wir gewinnen immer mehr Kunden, die mit Einmalbeiträgen für ihr Alter vorsorgen. Dies belegt die Attraktivität und Finanzstärke der Lebensversicherung”, sagte Dr. Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland.

Auf Wachstumskurs trotz Sorgen in zwei Sparten

Rieß betonte, dass sein Haus auch im ersten Halbjahr 2014 weiter auf Wachstumskurs bleibe. So stieg der Umsatz um 9,2 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2013: 15,6 Milliarden Euro). In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 3,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2013: 5,7 Milliarden Euro).

Die Sorgenkinder des Marktführers bleiben die Krankenversicherung mit einem Umsatzminus von 2,5 Prozent auf 1,621 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2013: 1,663 Milliarden Euro) und das Bankgeschäft, das um 11,8 Prozent auf 158 Millionen Euro zurück ging (1. Halbjahr 2013: 179 Millionen Euro).

Begünstigt durch eine im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringere Belastung durch Elementarschäden, so die Allianz, habe das operative Ergebnis von 0,8 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden Euro zulegen können. Das Halbjahresergebnis erhöhte sich um sechs Prozent auf 540 Millionen Euro.

Rieß rechnet mit erfolgreichen Abschluss des Sach-Programms

Mit Blick auf das laufende Jahr gab sich Vorstandschef Rieß optimistisch, dass man die Ziele des 2011 aufgelegten Zukunftsprogramms Sachversicherung wie geplant erreichen werde – vorausgesetzt, “dass wir von größeren Naturkatastrophen und Großschäden im laufenden Jahr verschont bleiben”, wie Rieß betonte.

Das Zukunftsprogramm Sach sieht vor, dass die Schaden- und Unfallversicherung bis Ende 2014 einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro generiert – damit hätte die Allianz bei einem Halbjahresumsatz von 5,9 Milliarden Euro bereits mehr als die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt.

Zugleich strebt der Konzern eine Kostenquote von 26 Prozent und eine kombinierte Schaden-/Kostenquote (Combined Ratio) von 95 Prozent an. “Dass die Maßnahmen des Zukunftsprogramms Sachversicherung nachhaltigen Erfolg zeigen, ist nun an den Zahlen ablesbar”, so Rieß. (lk)

Foto: Allianz

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

GDV bemängelt fehlendes Bewusstsein für Cyber-Crime

Bereits jeder vierte Kleinbetrieb oder Mittelständler (28 Prozent) hat finanzielle oder materielle Schäden durch Cyber-Angriffe erlitten. Dies zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

S&K-Gründer zu Haftstrafen verurteilt

Einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse Deutschlands um die Frankfurter Immobilienfirma S&K geht mit einer Verurteilung der geständigen Angeklagten zu Ende. In dem Verfahren ging es um die Aufklärung eines vermeintlichen Schneeballsystems.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Der geschlossene Fonds ist tot – es lebe der geschlossene Fonds!

Schon häufig wurden geschlossene Fonds abgeschrieben, sie haben sich aber immer wieder in den Markt zurückgekämpft. Kommt es nun zu einer erneuten Wiederbelebung?

Gastbeitrag von Susanne Maack, Deutsche Makler Akademie (DMA)

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...