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7. Juli 2014, 12:29
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LVRG: Haut den Lukas

Alle, die durch den Verkauf von Finanzdienstleistungen ihr Geld verdienen, scheinen Lukas zu heißen. Denn aus allen Richtungen wird auf sie eingehauen und der Hammer wird weitergereicht nach dem Motto “Wer will noch mal, wer hat noch nicht?”.

Gastbeitrag von Professor Dr. Hans-Wilhelm Zeidler, Unternehmensberater

LVRG

“Das LVRG gefährdet den Berufsstand des Beraters. Seine Leistung für den Verkauf der Produkte, die wesentlichen Anteil an der Altersversorgung in Deutschland haben, wird dezimiert.”

Beim Zuhauen unterscheidet sich die Technik. Da geht es direkt zu, wie “Deckelung der Courtagen/Provisionen”, “gänzlicher Wegfall derselben” – oder indirekt. Letzterer Vorgehensweise bedient sich das LVRG, das Lebensversicherungsreformgesetz.

Makler und Mehrfachagenten im Fokus

Der Gesetzgeber möchte, so schreibt er selber, ökonomisch ungerechtfertigte Mittelabflüsse verhindern, zum Beispiel durch Senken der Abschlusskosten. Wir merken uns: “…ökonomisch ungerechtfertigte Mittelabflüsse …”.

Nun ja, die Abschlusskosten sind einmal die Zahlungen an die Verkäufer und im weiteren die sonstigen mit dem Abschluss verbundenen Kosten. Ziel sind hier aber hauptsächlich die Courtagen und Provisionen, speziell die Courtagen und damit die freien Vermittler wie Makler oder Mehrfachagenten.

Einnahmequellen werden sukzessive stillgelegt

Der Hebel soll die Reduktion des Zillmerungssatzes von 40 auf 25 sein. Das trifft den Vertrieb nicht direkt. Die Versicherer könnten das bisherige Niveau der Gegenleistung für den Verkauf beibehalten. Aber wie?

Seite zwei: Berufsstand des Beraters gefährdet

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5 Kommentare

  1. Zur Aussage:
    Grundzüge der BWL: Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt?

    Wenn es denn ein freier Markt ist.
    Die Altersvorsorge ist doch reglementiert wie sonst höchstens noch die EU-Gurkenverordnung.

    Da gibt es Gruppen, die gehen leer aus und solche, die mit Steuermitteln zugesch… werden.

    Aber wenn wir schon von BWL/VWL reden:
    Mir stinkt vor allem, daß man hier einer ganzen Branche, deren Spitzenvertreter zu feige und/oder zu einfältig sind, sich zu wehren, das ansonsten in Deutschland geltende Recht der Vertragsfreiheit abspricht.

    Einen derartigen Eingriff in die Tarifautonomie würde sich keine andere Branche gefallen lassen.

    Soviel zur Lachnummer freier Markt

    Kommentar von Riesebeck — 13. September 2014 @ 17:12

  2. Die Politik will keine Berater. Beratung soll sich der Kunde kostenlos im Internet holen oder bei den mit Steuern bezahlten Verbraucherschützern. Haben die eigentlich die erforderliche Zulassung?

    Kommentar von Dr. Renner — 9. Juli 2014 @ 18:03

  3. Vermittler sind massiv unterbezahlt
    3.7.2014 – Diese Ergebnisse überraschen niemanden. Es wundert mich allerdings, was man dagegen tut. Schon heute sind die Vermittler massiv unterbezahlt, Arbeitszeiten von 80 Wochenstunden keine Seltenheit.
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    Was kann man tun, damit der Vorsorgemarkt aus Sicht der Verbraucher nicht zusammenbricht und unser Sozialsystem völlig den Bach runtergeht? Vermittler müssen gefördert und nicht schikaniert werden durch Politik und sogenannte Verbraucherschützer. Seit Jahren produzieren Verbraucherschützer nur Kosten für die Verbraucher ohne wirkliche Ergebnisse für den Verbraucher.
    Daher fordere ich jährliche Anpassungen der Provisionssätze im Rahmen eines Inflationsausgleichs wie bei den Renten. Ich verzichte an dieser Stelle bewusst auf eine Erhöhung wie bei Diäten oder Piloten.
    Weiterhin Reduktion der Haftungszeiten auf das Niveau von 2000 für alle Vorsorgeprodukte. Einführung einer Durchschnitts-Besteuerung wie bei Landwirten, um auch in schlechteren Jahren nicht kaputt gemacht zu werden.
    Beenden der ruinösen Sozialpolitik zur Beatmung so nicht funktionsfähiger Sozialversicherungen. Streichung aller Steuerzuschüsse im Sozialversicherungs-Bereich, zum Beispiel Milliarden Euro bei der gesetzlichen Krankenversicherung jährlich und vieles mehr. Dann können auch Vermittler wieder ihren Pflichten nachkommen.
    Heinz-bert@muessighb.de
    zum Artikel: „Immer weniger Versicherungsvermittler”.

    Kommentar von Heinz-Bert Müssig — 8. Juli 2014 @ 19:56

  4. Grundzüge der BWL: Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Ändert sich die Nachfrage (egal wodurch bedingt), so muss sich eben der Anbieter etwas einfallen lassen, um marktfähig zu bleiben. Wo bleibt die Innovationskraft, die unternehmerische Selbstverantwortung?
    Hanebüchene Argumentation für einen Unternehmensberater. ^^

    Kommentar von Anette Weiß — 8. Juli 2014 @ 19:30

  5. Die Politik macht die Arbeit des Vermittlers immer unattraktiver bis es keiner mehr machen will. Weiter so

    Kommentar von Jan Lanc — 8. Juli 2014 @ 18:36

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