14. August 2015, 11:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BU-Auswahl: “Finanzkraft des Anbieters entscheidend”

Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen werde, desto besser, sagt Annika Krempel, Expertin für Versicherung und Vorsorge beim Online-Verbrauchermagazin Finanztip. Im Interview mit Cash. erklärt sie, was beim BU-Abschluss zu beachten ist und warum bei psychischen Leiden eine Versorgungslücke droht.

BU-Auswahl: Finanzkraft des Anbieters entscheidend

“Manchmal ist eine Kombination verschiedener Versicherungen als BU-Ersatz sinnvoll, wenn es noch bezahlbar ist.”

Cash.: Frau Krempel, Sie raten allen Arbeitnehmern zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Was sollten Abschlusswillige dabei beachten?

Krempel: Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, desto besser. Denn dann sind die Beiträge niedriger und junge Menschen haben meist weniger Vorerkrankungen, die den Abschluss erschweren. Die Gesundheitsfragen sollten in jedem Fall ehrlich und gemeinsam mit den Ärzten der letzten fünf Jahre ausgefüllt werden. Denn oft wissen die Menschen nicht, was in ihren Krankenakten steht.

Die Versicherung sollte mindestens bis zum 65. Lebensjahr laufen, besser noch bis zum Renteneintritt. Außerdem ist wichtig, dass Versicherte die Police mit Dynamik und Nachversicherungsgarantie weiterhin an ihr Leben anpassen können. Bei der Auswahl der Versicherung ist die Finanzkraft des Anbieters entscheidend.

Nicht jeder, der sich um eine BU bemüht, bekommt auch eine. Wie beurteilen Sie die am Markt verfügbaren BU-Alternativen?

Für jemanden, der wegen Vorerkrankungen oder wegen des Berufs keine oder nur eine teure Versicherung bekommt, gibt es Alternativen. Diese sind nicht gleichwertig zur Berufsunfähigkeitsversicherung, bieten aber eine Grundabsicherung.

Produkte wie die Erwerbsunfähigkeits-, Dread-Disease- oder Multi-Risk-Versicherung beschränken den Versicherungsschutz meist auf bestimmte Erkrankungen oder Einschränkungen. Manchmal ist eine Kombination verschiedener Versicherungen als Ersatz sinnvoll, wenn es noch bezahlbar ist. Da insbesondere die Multi-Risk-Versicherungen noch recht neu sind, gibt es nur wenige Erfahrungswerte, um die Preisstabilität wirklich einschätzen zu können.

Seite zwei: “Bei psychischen Leiden zeichnet sich eine große Versorgungslücke ab”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Techniker: Mit Migräne-App gegen Kopfschmerzen

Migräne-Apps können die ärztliche Therapie bei Schmerzpatienten wirksam unterstützen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Berlin mitteilte, können solche Apps grundsätzlich zu einem besseren Selbstmanagement bei chronischen Erkrankungen verhelfen.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Wohnen AG: Dynamisches Wachstum

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen AG konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr deutlich steigern. Das Unternehmen platzierte eine Kapitalerhöhung und plant weitere Zukäufe.

mehr ...

Investmentfonds

Höhere Kursschwankungen eröffnen Chancen

Auf der ganzen Welt bestimmen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Nachrichtensendungen. Dennoch geht die Volatilität gemessen an den entsprechenden Kennzahlen zurück. Gastkommentar von George Efstathopoulos, Fidelity International

mehr ...

Berater

Arbeiten mit Leads: So gelingt die Kundengewinnung

Die Neukunden von morgen sind im Internet unterwegs. Um sie dort zu erreichen, fehlen den meisten Beratern Zeit und Know-how. Hier kann der Zukauf von Leads eine Lösung sein. Damit aus Leads tatsächlich Neukunden werden, gilt es jedoch, einiges zu beachten. Gastbeitrag von Sabine Koch, finanzen.de

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium plant weitere Wechselkoffer-Direktinvestments

Der Hamburger Anbieter Solvium Capital kündigt an, die Angebote „Wechselkoffer Euro Select 1 & 2“ zum 20. März 2017 zu schließen und konzipiert zurzeit Nachfolgeprodukte nach gleichem Modell, die voraussichtlich im Mai in den Vertrieb gehen sollen.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Haftpflichtversicherer versus Rententräger

Kommt es bei einem Haftpflichtschadensfall zu Renteneinbußen und ist der Versicherte durch Zahlungen des Versicherers an den Rententräger wirtschaftlich so gestellt, als sei der Unfall nicht geschehen, kann ein ersatzpflichtiger Rentenkürzungsschaden bejaht werden, so der BGH.

mehr ...