7. Juli 2015, 08:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zeit ist Geld – auch beim BU-Abschluss

Wer zu spät kommt, den bestraft der Versicherer: Einen BU-Abschluss aufzuschieben, macht in der Regel keinen Sinn. Denn wer sich die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zehn Jahre lang spart, genießt in diesen zehn Jahren auch keinen Versicherungsschutz und bezahlt danach deutlich höhere Beiträge. Dies belegen Zahlenbeispiele.

Gastbeitrag von Gerd Kemnitz, Versicherungsmakler

Versicherungsschutz-BU in Zeit ist Geld – auch beim BU-Abschluss

Eltern, deren Kinder einen handwerklichen oder körperlich anstrengenden Beruf erlernen oder ausüben wollen, sollten noch vor Abschluss des letzten Schuljahres für einen geeigneten BU-Schutz für ihr Kind sorgen.

Die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit ist gemessen am Einkommen eines Berufsanfängers selbst für gesunde Personen nicht gerade preiswert und bei handwerklicher beziehungsweise körperlicher Tätigkeit sogar sehr teuer. Und wer bereits vor der Antragstellung gesundheitliche Beschwerden hatte, muss unter Umständen noch mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen rechnen.

Fatale Aufschieberitis

Dies verleitet viele junge Menschen dazu, den Abschluss der wichtigen BU-Versicherung aufzuschieben – zumal sie sich völlig gesund fühlen und sich eine Berufsunfähigkeit in ihrem Alter nicht vorstellen können.

Aber das ist ein Trugschluss, denn mit zunehmendem Alter wird der BU-Schutz immer teurer und der Gesundheitszustand bekanntlich eher schlechter. Die Beitragentwicklung in Abhängigkeit vom Eintrittsalter soll die nachfolgende Tabelle am Beispiel eines zukünftigen Krankenpflegers verdeutlichen.

BU-Grafik in Zeit ist Geld – auch beim BU-Abschluss

Für die Beitragsbeispiele wurde die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) mit Arbeitsunfähigkeitsklausel eines bekannten Versicherers ausgewählt.

Das Aufschieben des Vertragsabschlusses macht in der Regel keinen Sinn. Je höher das Eintrittsalter, desto höher wird auch der Beitrag.

Gefahr kleinerer Vorerkrankungen

Wer die BU-Versicherung nicht im 20. Lebensjahr, sondern erst im 30. Lebensjahr abschließt, spart zwar zehn Jahre Beitragszahlungsdauer. Allerdings hat er in diesen zehn Jahren auch keinen Versicherungsschutz und bezahlt danach entsprechend höhere Beiträge.

Während der 20- jährige in den 45 Jahren bis zum 65. Lebensjahr insgesamt rund 49.000 Euro bezahlt, sind es für den 30-jährigen in den 35 Jahren zirka 45.000 Euro.

Seite zwei: Vollwertiger BU-Schutz für Schüler

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...