Anzeige
16. Juli 2015, 08:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Der (Alb-)Traum vom gläsernen Versicherungskunden

“Pay-as-you-live” oder “Pay-as-you-drive” gelten als Megatrends in der Produktgestaltung. Für Kunden klingt das verführerisch – konsequent zu Ende gedacht führen “Pay-per-Use”-Tarife allerdings zur Aushöhlung des Versicherungsprinzips.

Die Pradetto-Kolumne

gläserner Versicherungskunden

“Jeder zahlt seins” macht unsere Branche obsolet und tötet ganz nebenbei das Solidaritätsprinzip.

Für Kunden klingt es verführerisch: Wenn ich mein Krankenversicherungs-Vergleichsprogramm nur zwei Mal die Woche anschalte, warum soll ich es dann komplett bezahlen? Viel billiger kommt es mich, wenn ich exakt die Angebote bezahle, die ich tatsächlich ausgerechnet habe.

Und immer lockt der Kunde

Nun konnte man früher kein halbes Vergleichsprogramm ausliefern, aber inzwischen macht moderne Technik Lieferungen on demand möglich. Produktgeber stellen sich darauf ein, weil Kunden diese Option dankbar annehmen.

Dummerweise funktioniert das für den Produkthersteller nach wie vor nicht so richtig. Er kann jetzt zwar ein halbes Vergleichsprogramm – eben on demand – ausliefern, aber herstellen muss er immer noch ein Ganzes.

Die Rechnung kann sich entsprechend nachteilig für unseren Produktlieferanten gestalten. Nämlich dann, wenn er seine Dienstleistung nicht mehr ausreichend gegenfinanzieren kann. Allein dies sollte schon Warnung genug sein.

…Und immer lockt der Kunde. Es ist somit nur allzu logisch, diese schöne neue Welt der Möglichkeiten einzusetzen, um im Versicherungsbereich einen Vertriebsvorteil zu erlangen.

Ich zahle exakt für mein Risiko

Warum soll ich als Kunde meine Kfz-Versicherung pauschal für 20.000 Kilometer zahlen? Fahre ich zu viel riskiere ich meinen Versicherungsschutz, fahre ich zu wenig, habe ich überzahlt. Was liegt näher als mir einen Überwachungskasten ins Auto zu hängen, der genau festhält, wo und wie viel ich fahre.

Seite zwei: Aushöhlung des Versicherungsprinzips

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

Übergangsregelung für Lebensversicherer wird verlängert

Die wegen der Niedrigzinsen eingeführten steuerlichen Entlastungen für Lebensversicherer werden um ein Jahr verlängert. Ohne die Verlängerung hätten vermutlich große Teile der freien Rückstellung auf Beitragsrückerstattungen aufgelöst und versteuert werden müssen.

mehr ...

Immobilien

Vonovia-Chef hofft auf Fusion mit Deutsche Wohnen

Der Chef des Wohnungskonzerns Vonovia hofft weiterhin auf eine Fusion mit seinem Konkurrenten Deutsche Wohnen. Im Februar scheiterte sein Versuch einer feindlichen Übernahme.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger sorgen sich um “Renzirendum” und Österreich-Wahl

Die Anleger sollten sich zu Beginn der neuen Woche auf starke Schwankungen am deutschen Aktienmarkt einstellen.

mehr ...

Berater

Pflege: Studie offenbart großen Informationsbedarf

Ein Großteil der Deutschen ist der Ansicht, dass es notwendig ist, eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Das geht aus einer aktuellen Online-Befragung hervor. Die große Mehrheit fühlt sich derzeit zudem beim Thema private Pflegevorsorge nur mittelmäßig bis gar nicht informiert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric erwirbt erste Maschine für Flugzeugportfolio

Der Asset Manager Doric hat mit einem Airbus A330-200 das erste Flugzeug für das “Floreat Aviation Portfolio” erworben. Leasingnehmer des Flugzeuges ist die Fluggesellschaft Virgin Australia.

mehr ...

Recht

Todesfall in der Familie: Die zehn wichtigsten Schritte

Stirbt ein naher Verwandter oder gar der Ehepartner, ist es für die Betroffenen schwer, klare Gedanken zu fassen. Leider haben Gesetzgeber und Versicherungsgesellschaften bei Todesfällen oftmals sehr knapp bemessene Fristen gesetzt, die unbedingt beachtet werden sollten.

mehr ...