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22. Januar 2015, 15:13
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“Krankenversicherer müssen Versicherung erlebbar machen”

Christoph Dittrich, Geschäftsführer des Analysehauses Softfair, spricht über die aktuellen Beitragsanpassungen der Krankenversicherer, den Trend zu Bausteinlösungen und die Erfassung von Gesundheitsdaten über Apps.

Krankenversicherer

“Die Idee eines Bonusprogramms ist nicht neu. Wenn es durch die Verknüpfung von Self-Trackig und Technikbegeisterung gelingt, bares Geld zu sparen oder Zusatzleistungen in Anspruch nehmen zu können, sehen wir das positiv.”

Cash.: Die Versicherer können Altersrückstellungen nur zu niedrigen Zinsen anlegen, zugleich steigen die Kosten für medizinische Leistungen weiter an. Wie geht die Branche mit dieser unvorteilhaften Entwicklung um?

Dittrich: Diese Entwicklung werden zunächst diejenigen spüren, die sich künftig für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung entscheiden. Mehr als die Hälfte aller Krankenversicherer hat bereits die Anhebung der Neugeschäftsbeiträge 2015 angekündigt.

Vereinzelt haben auch Bestandskunden Post von ihrem Anbieter zum Jahreswechsel 2014/2015 bekommen. Manche Versicherer versuchen, beruhigende Signale in Form einer Beitragsgarantie bis 1. Januar 2016 zu senden.

Ob mit solchen Maßnahmen die Diskussion um die Beitragserhöhungen in der PKV nachhaltig beeinflusst werden kann, bleibt abzuwarten. Schließlich erfolgen Beitragsanpassungen nicht nur zum Jahreswechsel. Wir rechnen mit der nächsten Erhöhungswelle bereits zum Ende des ersten Quartals 2015.

Welche Trends sehen Sie im Leistungsniveau der Krankenvollversicherung?

Aktuell beobachten wir Bedingungsverbesserungen beziehungsweise transparentere Leistungszusagen in den Vollversicherungen. Ein Stück weit sind diese auch auf die flächendeckende Nutzung von Vergleichsprogrammen im Vertrieb zurückzuführen.

Um in den Ergebnistabellen und Produktratings besser dargestellt zu werden, bieten die Krankenversicherer mehr Leistungen, wie etwa Zahnreinigung, Heilpraktiker-, Lasik- oder psychotherapeutische Behandlungen. So haben auch einige Gesellschaften bei der Unisex-Umstellung nicht nur die Beiträge angepasst, sondern auch ihre Leistungen bei den neuen Tarifen erhöht.

Seite zwei: Pflegezusatzversicherung gewinnt stetig an Bedeutung

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