Anzeige
11. November 2015, 08:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wiederanlage: Lebensversicherer wollen Kapital halten

Zum Ende einer Lebensversicherung freut sich der Kunde über die Auszahlung. Doch was wird aus der nötigen Wiederanlage? Lebensversicherer kämpfen mit schlechten Wiederanlagequoten und vernachlässigen das vertriebsseitige Potenzial.

Wiederanlage

Versicherer müssen darauf achten, einmal eingesammeltes Kapital in den eigenen Reihen zu halten.

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase sind und bleiben die Lebensversicherer der größte institutionelle Kapitalanleger Deutschlands.

92,5 Millionen Verträge spülten 2014 fast 94 Milliarden Euro Beiträge in die Kassen, die möglichst renditeträchtig angelegt werden müssen. Dies schaffte die Assekuranz viele Jahre lang sehr zuverlässig.

Problem der Null-Prozent-Verzinsung

Doch mehrere Börsenkrisen seit dem Jahr 2000 sowie die weltweite Finanzkrise seit 2007 mit ihren politisch verordneten Niedrigzinsen haben eine alte Renditeregel über den Haufen geworfen. Jahrzehntelang konnten Kunden davon ausgehen, dass sich das eingezahlte Kapital nach 20 bis 25 Jahren verdoppelt.

Seit der Garantiezins nun auf 1,25 Prozent im Neugeschäft abgesenkt werden musste, “gibt es nach 25 bis 30 Jahren überhaupt erst den eingezahlten Beitrag zurück”, schätzt Dr. Hanns-Georg Jenssen, geschäftsführender Vorstand des Verbandes Deutscher Versicherungsmakler (VDVM).

Mit anderen Worten: Der Kunde erreicht damit nur den Kapitalerhalt, also eine Null-Prozent-Verzinsung. An eine positive Rendite ist kaum noch zu denken, denn länger als 30 Jahre läuft kaum noch eine Lebensversicherung.

Versicherer müssen Kapital halten

Versicherer müssen daher umso mehr darauf achten, einmal eingesammeltes Kapital in den eigenen Reihen zu halten. Denn allein 2014 zahlten sie an ihre Kunden die gewaltige Summe von 84,4 Milliarden Euro aus.

Tatsächlich waren aber 120,9 Milliarden Euro erbracht worden. Die Differenz konnte offenbar in den eigenen Reihen gehalten werden. Allein: Es fehlt an attraktiven Produkten für die Wiederanlage dieses Geldes in den Häusern der Versicherer.

Seite zwei: Maue Wiederanlagequote

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Die besten Rechtsschutzanbieter

Das Hannoveraner Analysehaus Franke und Bornberg hat zum ersten Mal private Rechtschutzversicherungen getestet – mit einem erfreulichen Ergebnis: Rund 30 Prozent der analysierten 141 Tarife wurden mit der Höchstnote ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung wird digitaler

Die Digitalisierung nimmt in der Immobilienfinanzierung einen immer höheren Stellenwert ein. Der Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen ist im Jahr 2016 unter dem Vorjahr geblieben. Nach eigenen Angaben konnte der Marktplatz Europace dennoch wachsen.

mehr ...

Investmentfonds

Universal platziert faktorbasierten Aktienfonds

Die Fondsgesellschaft Universal Investment hat zusammen mit Velten Asset Management einen neuen faktorbasierten Fonds für deutsche Aktien aufgelegt.

mehr ...

Berater

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für HEH Palma

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den „Flugzeugfonds 19 – HEH Palma“ des HEH Hamburger Emissionshaus mit insgesamt 84 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

Berufshaftpflichtschutz verloren: Architekt versus Anwalt

Aufgrund einer Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag verlor ein Architekt in einem Haftpflichtverfahren seinen Versicherungsschutz. Daraufhin klagte er gegen seinen Anwalt auf Zahlung von Schadensersatz. Doch kam ihm die Verjährung in die Quere.

mehr ...