Anzeige
Anzeige
23. Februar 2016, 08:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Swiss Re beruft neuen Chef und gibt Milliarden an Aktionäre zurück

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re bekommt einen neuen Chef und gibt Milliardensummen an die Aktionäre zurück. Der derzeitige Chef der Rückversicherungssparte, Christian Mumenthaler, übernimmt die Konzernführung am 1. Juli, wie die Swiss Re am Dienstag in Zürich mitteilte.

Mumenthaler Swiss-Re in Swiss Re beruft neuen Chef und gibt Milliarden an Aktionäre zurück

Christian Mumenthaler übernimmt die Konzernführung am 1. Juli.

Der bisherige Chef Michel Liès geht in den Ruhestand. Mit seinem letzten Jahresabschluss beschert Liès den Anteilseignern eine erneut erhöhte Dividende und einen weiteren Aktienrückkauf.

Am Aktienmarkt wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Im vorbörslichen Handel zog der Kurs der Swiss-Re-Aktie am Morgen um 0,8 Prozent an, nachdem die reguläre Dividende etwas stärker wachsen soll als von Analysten erwartet.

Nettogewinn-Zuwachs trotz gestiegener Großschäden

Im abgelaufenen Jahr steigerte die Swiss Re ihren Nettogewinn trotz gestiegener Großschäden um 31 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar (4,15 Mrd Euro). Ein Jahr zuvor hatte allerdings die Sanierung des angeschlagenen Lebens-Rückversicherungsgeschäfts in den USA das Ergebnis stark belastet. Die reguläre Dividende soll von 4,25 auf 4,60 Franken steigen, nachdem die Swiss Re im Vorjahr zusätzlich eine Sonderdividende von 3,00 Franken ausgeschüttet hatte.

Auf diese Sonderzahlung müssen die Aktionäre diesmal verzichten. Mit dem Rückkauf eigener Aktien will der Rückversicherer bis April 2017 allerdings erneut eine Milliarde Schweizer Franken (908 Mio Euro) an seine Anteilseigner zurückgeben. Ein gleich großes Rückkaufprogramm vom November läuft noch bis zum Aktionärstreffen im April und ist bereits zu rund 90 Prozent abgeschlossen.

Rückversicherer sitzen auf dicken Kapitalpolstern

Die Rückversicherungsbranche sitzt auch dank geringer Schäden in den vergangenen Jahren auf dicken Kapitalpolstern. Wegen eines anhaltenden Preiskampfs in der Branche rentiert es sich für sie aber immer weniger, das Geld als Puffer für zusätzliche Risiken einzusetzen. Auch bei der Vertragserneuerung zum Jahreswechsel musste die Swiss Re ein niedrigeres Prämienniveau akzeptieren. Die Preisqualität sei risikobereinigt um drei Prozentpunkte auf 102 Prozent gefallen, hieß es. Dennoch baute das Unternehmen sein Geschäft um drei Prozent aus.

Weltmarktführer Munich Re und der weltweit Branchendritte Hannover Rück hatten bereits von weiteren Preisrückgängen berichtet. Vergleichsweise geringe Katastrophenschäden lieferten den Kunden gute Argumente, in den Verhandlungen auf die Konditionen zu drücken. Im Schnitt musste die Munich Re einen Preisrückgang von 1,0 Prozent hinnehmen. Dennoch baute sie ihr Geschäftsvolumen leicht aus. Die Hannover Rück kappte ihr Volumen hingegen leicht.

Lebensversicherungssparte kehrte in Gewinnzone zurück

Im abgelaufenen Jahr gingen die Prämieneinnahmen der Swiss Re konzernweit um drei Prozent auf 301,2 Milliarden Dollar zurück. Im Schaden- und Unfallgeschäft blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb weniger von den Prämieneinnahmen übrig. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich von 83,7 auf 86,0 Prozent, blieb damit aber immer noch deutlich unter der kritischen 100-Prozent-Marke. Die Lebensversicherungssparte kehrte nach einem herben Verlust im Vorjahr in die Gewinnzone zurück.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Swiss Re

 

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...