Die Mehrheit der älteren Immobilienbesitzer in Deutschland plant, ihr Vermögen an die nächste Generation weiterzugeben. Laut einer Studie der Allianz Baufinanzierung unter mehr als 1.100 Eigentümern über 60 Jahren sieht nur eine Minderheit vor, das eigene Vermögen im Alter vollständig aufzubrauchen. Gut 80 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihre finanziellen Mittel im Ruhestand ausreichen werden. Lediglich 18 Prozent geben an, dass ihr Einkommen im Alter nur für die notwendigsten Ausgaben des täglichen Lebens reicht.
Entsprechend spielt die Weitergabe von Vermögen eine zentrale Rolle in der Ruhestandsplanung vieler Eigentümer. Mehr als 60 Prozent möchten einen Teil ihrer Ersparnisse an ihre Nachkommen übertragen. Für 56 Prozent ist es zudem sehr wichtig, dass die eigene Immobilie im Familienbesitz bleibt. Unter Hausbesitzern liegt dieser Anteil mit 59 Prozent noch etwas höher.
Pflegekosten und Lebenshaltung als finanzielle Risiken
Trotz grundsätzlich positiver Erwartungen sehen viele Befragte auch Unsicherheiten für ihre finanzielle Situation im Alter. Vor allem mögliche Kosten für Betreuung und Pflege bereiten Sorgen. 41 Prozent stimmen der Aussage zu, dass aufgrund hoher Ausgaben für Gesundheit und Pflege möglicherweise kein Vermögen mehr zu vererben bleibt.
Auch steigende Energiepreise, höhere Lebenshaltungskosten und notwendige Investitionen in das eigene Haus werden als potenzielle Belastungen genannt. Dazu zählen etwa Modernisierungen oder der Austausch der Heizungsanlage, die gerade bei älteren Immobilien zusätzliche Kosten verursachen können.
Viele unterstützen Kinder bereits zu Lebzeiten
Ein Teil der Eigentümer hat bereits begonnen, Vermögen noch zu Lebzeiten weiterzugeben. 40 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben schon Vermögen übertragen oder planen dies in Zukunft als vorgezogenes Erbe.
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44 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sie ihre Kinder oder Enkel bereits vor ihrem Tod finanziell unterstützen möchten.
„Ohne eine solche finanzielle Unterstützung könnten sich viele jüngere Menschen keine eigene Immobilie leisten. Eine solide Baufinanzierung sollte 20 bis 30 Prozent Eigenkapital aufweisen, was viele Jüngere oft nur durch eine finanzielle Starthilfe von Verwandten erreichen können“, erklärt Rainer Hagenbucher, Chef der Allianz Baufinanzierung. Allerdings setzt eine solche Unterstützung voraus, dass die eigene finanzielle Situation ausreichend stabil ist.
Immobilienvermögen im Alter nutzbar machen
Für ältere Immobilienbesitzer bietet die Allianz Baufinanzierung mit der „BestAger Finanzierung“ eine Möglichkeit, gebundenes Kapital aus der eigenen Immobilie zu nutzen, ohne diese verkaufen zu müssen. „Es gibt jedoch eine Lösung, speziell für ältere Immobilienbesitzer. Mit der Allianz BestAger Finanzierung können sie Kapital aufnehmen und weitergeben, ohne ihre eigenen vier Wände verkaufen zu müssen“, sagt Hagenbucher
Mit dem Immobiliendarlehen bietet der Baufinanzier von Deutschlands größtem Versicherer nach eigenen Angaben seit knapp sechs Jahren eine entsprechende Finanzierungslösung. Aufgrund der hohen Nachfrage steht das Angebot seit März auch Personen ab 55 Jahren offen.
Das Modell ermöglicht es Eigentümern, Kapital aus ihrer Immobilie für unterschiedliche Zwecke zu nutzen, etwa für altersgerechte Umbauten, energetische Sanierungen oder zur finanziellen Unterstützung von Angehörigen. Auch persönliche Wünsche wie Reisen oder größere Anschaffungen können damit finanziert werden. Ein besonderes Merkmal der Finanzierung ist, dass Darlehensnehmer lediglich die Zinsen zahlen müssen. Die Tilgung kann auf Wunsch erst durch die Erben erfolgen.













