Australiens Goldprojekte: Explorer verfügen über Ressourcen von über 20 Millionen Unzen

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Neue Goldvorkommen in Australien?

Australiens Goldbranche meldet neue Projektstudien, steigende Ressourcen und ambitionierte Produktionspläne. Mehrere Explorer verfügen bereits über große Goldvorkommen und Milliardenbewertungen. Besonders im Fokus steht ein Projekt in Südaustralien, das bald den Sprung in die Produktion schaffen könnte. Das geht aus einer Meldung von IR-WORLD.com Finanzkommunikation GmbH hervor.

Australiens Goldexplorer bauen ihre Projektpipeline weiter aus. Neue Machbarkeitsstudien und Ressourcenschätzungen zeigen, dass bereits eine Handvoll Unternehmen über zusammen mehr als 20 Millionen Unzen Gold im Boden verfügt. Mehrere Projekte erreichen dabei Bewertungen in Milliardenhöhe.

Zu den aktiven Entwicklern zählt Barton Gold. Das Unternehmen treibt das Challenger-Goldprojekt in Südaustralien voran und reagiert damit auf das derzeit günstige Marktumfeld für Edelmetalle. Eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung vom September 2025 beziffert das Vorkommen auf 10,6 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 0,92 Gramm Gold je Tonne. Daraus ergibt sich eine Ressource von rund 313.000 Unzen Gold.

Anfang Februar startete ein rund 8.000 Meter umfassendes Bohrprogramm, mit dem die Ressource erweitert werden soll. Barton Gold plant, bis Ende Juni eine erste Erzreserve sowie eine Machbarkeitsstudie für das Projekt vorzulegen. Challenger liegt rund 730 Kilometer nordwestlich von Adelaide. Zwischen 2002 und 2018 wurden dort bereits etwa 1,2 Millionen Unzen Gold gefördert.


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Produktion in Australien könnte deutlich steigen

„Jüngste Aktualisierungen der Challenger-Ressourcen zeigen eine beträchtliche Goldmineralisierung in der Grube und nahe der Oberfläche neben unserer Central Gawler Mill. Unser Ziel ist es, einen ersten Basisbetrieb aufzunehmen, der sowohl Kosten als auch Risiken minimiert“, unterstreicht Barton-Gold-Geschäftsführer Alexander Scanlon das Projektpotenzial.

Barton ist nur ein Beispiel für die zunehmende Aktivität im australischen Goldsektor. Nach mehreren Jahren rückläufiger Produktion könnte die Branche vor einer Trendwende stehen. Laut einer Analyse von GlobalData könnte die Goldproduktion in Australien bis 2030 auf jährlich 13,2 Millionen Unzen steigen. Das entspräche einem Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2025.

Der erwartete Produktionsanstieg stützt sich auf eine gut gefüllte Projektpipeline. Explorer und Entwickler veröffentlichen in kurzen Abständen neue Ressourcenschätzungen sowie wirtschaftliche Studien. Diese sollen den Ausbau der Produktion in den kommenden Jahren ermöglichen.

Mehrere Großprojekte mit Milliardenbewertungen

Zu den größeren Projekten zählt die Lagerstätte Never Never von Ramelius Resources. Eine im Oktober 2025 veröffentlichte vorläufige Machbarkeitsstudie bewertet das Vorkommen gemeinsam mit der Lagerstätte Pepper auf 7,5 Millionen Tonnen mit 8,8 Gramm Gold je Tonne. Die enthaltene Ressource liegt bei etwa 2,1 Millionen Unzen Gold. Bei einem Goldpreis von 4.500 australischen Dollar ergibt sich ein geschätzter Nachsteuer-Barwert von 3,5 Milliarden australischen Dollar.

Ebenfalls im Oktober 2025 präsentierte Ramelius eine Machbarkeitsstudie für das Rebecca-Roe-Projekt in den Goldfeldern Westaustraliens. Die Lagerstätte wird auf 26 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 1,4 Gramm Gold je Tonne geschätzt. Das entspricht etwa 1,2 Millionen Unzen Gold. Der Nachsteuer-Barwert liegt bei rund 692 Millionen australischen Dollar.

Weitere große Projekte stammen unter anderem von Greatland Resources, Vista Gold, Ausgold, Astral Resources und Saturn Metals. Die Studien dieser Unternehmen weisen jeweils Ressourcen zwischen etwa einer und über fünf Millionen Unzen Gold aus. Teilweise ergeben sich daraus Projektwerte von mehreren hundert Millionen bis zu mehreren Milliarden australischen Dollar.

Barton Gold plant zunächst einen dreibis vierjährigen Basisbetrieb als erste Projektphase. Dabei sollen vor allem historisch hochgradige Abraumhalden sowie oberflächennahe Materialien verarbeitet werden. Die frühere hochgradige Untertage-Mine und ihre Infrastruktur sollen zunächst unberührt bleiben.

„Dieses Modell hat auch den Vorteil, dass das technische Risiko und die Kosten des Untertagebaus auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden – nachdem die Risiken der Phase 1 beseitigt wurden – und mehr Zeit für die Optimierung der Entwicklungspläne zur Verfügung steht“, erläutert Scanlon.

An der Börse wird Barton Gold derzeit mit rund 150 Millionen Euro bewertet. Seit dem Hoch im Januar hat sich der Kurs etwa halbiert. Der weitere Verlauf hängt wesentlich von den Ergebnissen der laufenden Bohrungen sowie der angekündigten Machbarkeitsstudie und der ersten Reservenschätzung ab.

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