Baubranche verliert zu Jahresbeginn weiter an Tempo

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Symbolbild.

Die Baubranche ist mit einem Dämpfer ins Jahr 2026 gestartet. Im Januar gingen die Auftragseingänge und Umsätze zurück, vor allem im Straßenbau. Zwar setzt die Branche weiter auf staatliche Investitionen, doch bislang bleibt der erhoffte Schub aus.

Das Jahr 2026 hat für die Baubranche in Deutschland mit einem Auftragsminus begonnen. Bereinigt um Preissteigerungen (real) verbuchte das Bauhauptgewerbe im Januar 5,1 Prozent weniger Aufträge als im Dezember 2025, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im Vergleich zum Januar 2025 gab es real 4,3 Prozent weniger neue Bestellungen. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).


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Auch die Umsätze der Branche, also die bereits in Rechnung gestellten Aufträge, fielen nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker im Januar niedriger aus: Sowohl real (minus 7,5 Prozent) als auch nominal (minus 5,1 Prozent) hatten die Betriebe weniger in der Kasse als im Vorjahresmonat.

Bringen staatliche Milliarden die Trendwende?

„Die Belebung der Nachfrage des vergangenen Jahres hat sich zu Jahresbeginn leider nicht fortgesetzt. Insbesondere der Straßenbau hat einen erneuten Rückschlag erlitten“, ordnete der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die Zahlen ein. „Wir hatten erwartet, dass sich – nach Monaten der Talfahrt – das Orderplus von Dezember auch im Januar fortsetzen würde. Schließlich hat die Politik einiges versprochen, aber wie man nun sieht, bleiben die Effekte leider aus.“

Die Baubranche hofft eine Trendwende im laufenden Jahr: Staatliche Milliardenausgaben unter anderem für Straßen und Schienen sollten die Konjunktur ankurbeln. (dpa-AFX)

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