Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 73.500 US-Dollar befinden sich aktuell nur noch etwa 58 Prozent aller BTC-Inhaber in der Gewinnzone. Darauf weist ein Beitrag von boersen-parkett.de unter Verweis auf Daten von CryptoQuant hin. Historisch wird ein solches Niveau häufig mit zyklischen Tiefpunkten in Verbindung gebracht.
Die Kennzahl „Supply in Profit“ zeigt, welcher Anteil aller Bitcoin zu einem niedrigeren Preis gekauft wurde als dem aktuellen Marktwert. Liegt sie bei 58 Prozent, halten 42 Prozent der Anleger ihre Position im Minus. Laut CryptoQuant liegt der historische Durchschnitt bei rund 75 Prozent und damit deutlich über dem aktuellen Wert.
Auffällig ist vor allem der Blick auf frühere Marktphasen. Vergleichbar niedrige Werte traten 2015, nach dem Bärenmarkt 2018 und 2019, während des Corona-Crashs im März 2020 sowie am Tiefpunkt des Jahres 2022 auf. In mehreren Zyklen lag die Marke von 50 Prozent nahe an der Bodenbildung.
Bitcoin-On-Chain-Daten erinnern an frühere Tiefpunkte
Trotz dieser Muster bleibt die Lage offen. CryptoQuant-Analyst Darkfost ordnet das aktuelle Niveau zwar als bärmarktähnlich ein, sieht aber noch kein bestätigtes Umkehrsignal. Das Buy/Sell-Pressure-Delta habe die Kapitulationsphase hinter sich gelassen und erhole sich schrittweise, die „blaue Zone“ als Signal für nachhaltige Nachfrage sei bislang aber nicht erreicht. Belastend wirken zudem makroökonomische Faktoren wie Handelsspannungen und die globale Liquiditätsentwicklung.
Ein weiterer Indikator zeigt ebenfalls Schwäche. Die Zahl aktiver Bitcoin-Adressen ist 2026 auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren gefallen. Der Chart zum „Active Addresses Momentum“ liegt tief im roten Bereich und signalisiert damit eine ungewöhnlich geringe Aktivität im Netzwerk. Auch dieses Muster war bereits 2018 und 2022 zu beobachten.
Noch deutlicher ist der Druck im Altcoin-Markt. Mehr als 38 Prozent aller Altcoins notieren nahe ihrer Allzeittiefs. Bei Bitcoin ist diese Lage bislang nicht erreicht. Parallel dazu liegt der Google-Trends-Wert für den Suchbegriff „Bitcoin“ im April 2026 weltweit nur bei 30 von 100 auf Sicht von fünf Jahren. Geringes öffentliches Interesse fiel in früheren Phasen oft mit Akkumulation zusammen, bevor Nachfrage und Kurse wieder anzogen.













