Deutscher-Hypo-Index steigt leicht – Investmentklima gibt weiter nach

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Symbolbild.

Das "Immobilienklima" in Deutschland, das monatlich von der Deutschen Hypo und Bulwiengesa erhoben wird, hat sich im März 2026 leicht verbessert. Vor allem die Ertragserwartungen ziehen an, während die Investitionsbereitschaft weiter sinkt. Die Stimmung in den einzelnen Segmenten ist indes uneinheitlich.

Insgesamt ist das „Deutsche Hypo Immobilienklima“ im März 2026 leicht gestiegen. In der 219. Monatsbefragung unter rund 1.000 Immobilienexpertinnen und -experten legt der Index gegenüber Februar um 0,7 Prozent auf 91,2 Punkte zu. Gestützt wird die Entwicklung vor allem vom Ertragsklima. Es steigt um 3,1 Prozent auf 95,4 Punkte. Das Investmentklima setzt dagegen seinen Abwärtstrend fort und fällt um 2,0 Prozent auf 87,0 Punkte.


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In den einzelnen Nutzungsarten zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Handelklima verbessert sich um 1,2 Prozent auf 79,0 Punkte. Besonders deutlich fällt der Anstieg im Logistiksegment aus: Das Logistikklima gewinnt 4,9 Prozent und steigt auf 103,4 Punkte. Damit liegt es wieder über der Marke von 100 Punkten.

Wohnklima gibt leicht nach

Das Wohnklima gibt im März leicht um 0,7 Prozent nach. Mit 141,9 Punkten bleibt es jedoch weiterhin der stärkste Wert unter den abgefragten Segmenten. Beim Hotelklima zeigt sich kaum Bewegung. Der Indikator sinkt minimal um 0,1 Prozent auf 103,2 Punkte und entwickelt sich damit nahezu seitwärts.

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Stimmung am Immobilienmarkt damit insgesamt gedämpft. Gegenüber März 2025 verzeichnen alle Segmente Rückgänge. Das Wohnklima erweist sich erneut als vergleichsweise robust, eine klare Trendwende ist jedoch weiterhin nicht erkennbar. Die Marktstimmung bleibt damit auf niedrigem Niveau.

„Bei der Betrachtung der einzelnen Assetklassen ist insbesondere im Logistiksegment eine deutliche Belebung der Mietnachfrage zu beobachten. Im Hotelsektor bleibt die Auslastung stabil auf einem guten Niveau“, schreibt Harald Nolterieke, Leiter Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance München. Während Büroflächen vor allem in Toplagen erfolgreich seien, bleibe Wohnen „Everybody’s Darling“. „Gleichwohl bedarf es erheblicher Anstrengungen der Privatwirtschaft, deren öffentlicher Unterstützung und insgesamt ein unternehmerfreundlicheres Umfeld, um den sozialen Sprengstoff der Wohnungskrise nachhaltig zu entschärfen“, so Nolterieke.

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