EXKLUSIV

Doppel-Interview Netfonds/Blau Direkt: „Gemeinsame Potenziale heben“ 

Welche Folgen hat die neue Allianz für die jeweils angeschlossenen Makler?

Steinmeyer: Die Folgen für unsere angeschlossenen Makler sind eindeutig positiv, denn durch diese Allianz erweitern sich die Möglichkeiten für beide Partnerkreise. Im Kern geht es darum, Synergien zu heben, um unseren Maklern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Bestehende Ansprechpartner auf allen Ebenen sowie Vereinbarungen und etablierte Prozesse bleiben hierbei unverändert.  

Voncke: Für unsere Partner bleibt im Tagesgeschäft alles, worauf sie sich heute verlassen, unverändert: Ansprechpartner, bestehende Vereinbarungen sowie die gängigen Prozesse und Systeme, mit denen täglich gearbeitet wird. Gleichzeitig werden unsere Partner perspektivisch von einem erweiterten Zugang zu den Investmentlösungen von Netfonds profitieren. So verbinden wir Kontinuität im Bestehenden mit zusätzlichen Möglichkeiten für die nähere Zukunft. Unser gemeinsames Ziel ist es, technologische Innovationen schneller umzusetzen, um unsere Partner noch stärker zu entlasten und ihnen leistungsfähige digitale Werkzeuge zur Verfügung zu stellen  

Über wie viele Makleranbindungen verfügen Sie aktuell jeweils und inwieweit gibt es Überschneidungen?

Voncke: Wir verfügen aktuell über mehr als 12.000 aktive, angebundene Vermittler. In der Ausrichtung unterscheiden sich unsere Partnerstrukturen deutlich: Während wir stark im Versicherungsbereich positioniert sind, liegt bei Netfonds ein größerer Fokus im Investmentgeschäft. Genau diese unterschiedlichen Schwerpunkte machen die Zusammenarbeit so sinnvoll, weil sie sich inhaltlich sehr gut ergänzt und gemeinsam ein deutlich breiteres Leistungsspektrum abdeckt. 

Steinmeyer: Wir zählen mehr als 5.000 Partneranbindungen. Dabei kann man sagen, dass auch bei uns das Pareto-Prinzip gilt: Bei circa 1.500 unserer Partner sind wir der einzige oder fast einzige Abwicklungspartner. Die Überschneidung mit Blau Direkt war in der Vergangenheit überschaubar. Wir haben jetzt die Chance, diesen Anteil zu erhöhen und wollen sie nutzen.

Welche Reaktionen und Kommentare hören oder lesen Sie aus dem Kreis der Makler oder auch von Produktpartnern?

Steinmeyer: Natürlich gibt es im Kreis unserer Berater und Partner Fragen zu den Details der Allianz und den genauen Abläufen. Die strategischen Beweggründe sind jedoch nachvollziehbar und liegen ja auch im Interesse unserer Kunden. Sie erkennen das Synergiepotenzial. Vielen ist wichtig, dass wir dabei bleiben – und das war auch nie anders geplant und ehrt uns zusätzlich.

Voncke: Die Rückmeldungen sind überwiegend sehr positiv. Besonders wichtig ist für viele Vermittler die Klarheit, dass im Tagesgeschäft alles stabil bleibt. Gleichzeitig wird der Ausblick auf zusätzliche Lösungen, etwa im Investmentbereich, als echter Mehrwert wahrgenommen. 

Blau Direkt hat zuletzt vielfach kleinere Maklerhäuser und Bestände aufgekauft. Ist das auch zukünftig geplant und sind in der neuen Konstellation – unter Umständen auch zusammen mit Warburg Pincus – auch größere Wettbewerber im Visier?

Voncke: Wir sehen weiterhin einen hohen Bedarf an strukturierten Nachfolgelösungen im Markt. Hier werden wir auch künftig aktiv bleiben, immer mit dem Ziel, Maklern individuelle Nachfolgelösungen anbieten zu können, die auf ihre jeweilige Situation zugeschnitten sind. Durch die Verbindung mit Netfonds sind wir künftig noch besser in der Lage, auch Investmentbestände von Maklern im Ruhestand weiter zu betreuen und damit ganzheitliche Nachfolgelösungen anzubieten. 

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