Industria legt 2025 deutlich zu und plant weiteres AuM-Wachstum

Die drei Geschäftsführer von Industria
Foto: Andreas Henn
Geschäftsführung von Industria (von links): Arnaud Ahlborn, Jürgen Hau, Thomas Wirtz.

Die Industria Immobilien hat ihr verwaltetes Vermögen 2025 spürbar ausgebaut. Neue Mandate, ein höheres Ankaufsvolumen und ein stark wachsendes Property Management prägen das Geschäftsjahr. Auch für 2026 setzt das Unternehmen klare Wachstumsziel.

Die Industria Immobilien, Asset und Property Manager für deutsche Wohnimmobilien, hat ihre Assets under Management (AuM) im Jahr 2025 deutlich erhöht. Das verwaltete Vermögen stieg von 5,6 Milliarden Euro Ende 2024 auf 6,3 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2025, teilt das Unternehmen mit. Das entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent. Parallel nahm die Zahl der betreuten Wohn- und Gewerbeeinheiten um etwa 2.200 auf rund 24.000 zu.


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Treiber des Wachstums waren unter anderem neu gewonnene Asset- und Property-Management-Mandate für Dritte. Dazu zählen zwei Mandate aus Neuausschreibungen für bereits aufgelegte Wohnimmobilienfonds mit einem Volumen von rund 230 Millionen Euro und etwa 1.650 Wohneinheiten. Hinzu kamen weitere großvolumige Property-Management-Aufträge im Jahresverlauf.

Auch das Transaktionsgeschäft wirkte sich positiv aus, da die Ankäufe die Verkäufe deutlich überstiegen. Thomas Wirtz, Geschäftsführer der Industria, sagt: „2025 war wie schon die Vorjahre herausfordernd für die Industria. Vor diesem Hintergrund sind wir besonders stolz, dass es uns gelungen ist, die Assets under Management um rund 13 Prozent zu steigern. Wir haben das Jahr zudem genutzt, um neue Ideen voranzutreiben.“

Ankäufe prägen das Transaktionsjahr

Im Transaktionsgeschäft war die Industria sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite aktiv. Das Gesamtvolumen belief sich 2025 auf rund 168 Millionen Euro. Davon entfielen rund 107 Millionen Euro auf Ankäufe und etwa 61 Millionen Euro auf Verkäufe. Im Mai erwarb das Unternehmen unter anderem das sogenannte Dreiklangportfolio mit 372 Wohneinheiten in den Großräumen Berlin, Frankfurt und Stuttgart. Veräußert wurden im Gegenzug mehrere kleinere Objekte.

Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der Industria und verantwortlich für das Transaktionsgeschäft, sagt: „2025 war in Bezug auf Deals von Licht und Schatten geprägt. Zwar gibt es wieder leicht mehr Transaktionen, insgesamt ist das Marktgeschehen aber immer noch verhalten.“ Für 2026 rechnet er mit einer leichten Belebung.

Neben klassischen Transaktionen beschäftigte sich die Industria 2025 auch mit neuen Investmentansätzen. So prüfte das Unternehmen, inwieweit Wohnimmobilien in modularer Bauweise für institutionelle Investoren geeignet sind. Wirtz sagt, man sei „auf einem guten Weg“ und rechne 2026 mit ersten erfolgreichen Projekten.

Starkes Wachstum im Property Management

Besonders dynamisch entwickelte sich 2025 der Geschäftsbereich Property Management. Die betreute Fläche wuchs um 16 Prozent auf rund 1,7 Millionen Quadratmeter. Gleichzeitig nahm die Zahl der verwalteten Wohn- und Gewerbeeinheiten deutlich zu. Ein Schwerpunkt lag auf der Übernahme von Beständen mit besonderem Entwicklungsbedarf. Dabei stellte insbesondere die Überführung vorhandener Daten in digitale Prozesse hohe Anforderungen an das operative Management.

Für 2026 erwartet Geschäftsführer Jürgen Hau weiteres Neugeschäft, auch durch Anfragen von Banken und institutionellen Investoren. Markus Reinert, COO der Becken Holding GmbH als Gesellschafterin der Industria, ergänzt: „Wir hatten Anfang 2025 ein Wachstumsziel von 500 Millionen Euro AuM für das Asset- und Property-Management ausgerufen. Es ist uns gelungen, dieses Jahresziel sogar um 200 Millionen Euro AuM-Wachstum zu übertreffen.“

Ausblick auf weiteres Wachstum 2026

Mit Blick auf das laufende Jahr plant das Unternehmen erneut ein Wachstum der Assets under Management um rund 500 Millionen Euro. Neben organischem Wachstum prüft das Unternehmen auch anorganische Schritte durch die Übernahme von Gesellschaften.

Aktuell managt die Industria 14 Immobilien-Spezialfonds, davon zehn selbst aufgelegte und vier von Dritten initiierte Vehikel, sowie den offenen Immobilien-Publikumsfonds Fokus Wohnen Deutschland. Im institutionellen Geschäft betreut das Unternehmen rund 80 Investoren, darunter Versorgungswerke, Pensionskassen, Versicherungen sowie Banken und Sparkassen.

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