Krieg in Nahost: Das sagen die Asset Manager

Daniel Kerbach, CIO BayernInvest: „Die Marktreaktion auf die aktuellen Entwicklungen im Iran hat zu Beginn der Woche zu einem klassischen „Risk-off“-Modus geführt, mit spürbar geringerer Bereitschaft, Rücksetzer zu kaufen. 

Eine mögliche Eskalation im Iran könnte rund 20 % des globalen LNG-Angebots beeinträchtigen. Gleichzeitig wurde zuletzt die Wiederaufnahme der OPEC+-Produktionsausweitungen ab dem kommenden Monat bestätigt, was einen Teil potenziell wegfallender iranischer Fördermengen kompensieren könnte. Zudem ist die US-Wirtschaft strukturell weniger anfällig für höhere Energiepreise als Europa, Japan und vor allem Asien.

Daniel Kerbach (Foto: BayernInvest)

Marktauswirkungen im Überblick:

  • Aktien und andere Risikoanlagen dürften kurzfristig unter Druck bleiben.
  • Der Schweizer Franken sollte als klassischer sicherer Hafen profitieren.
  • Auch der US-Dollar behält seinen Status als Fluchtwährung.
  • Trotz angekündigter OPEC+-Angebotserhöhungen wird zunächst mit erhöhten Rohölpreisen gerechnet.
  • Reale Vermögenswerte wie Gold und andere Rohstoffe sowie qualitativ hochwertige Anleihen bieten tendenziell Schutz. 

Gleichzeitig gilt: Volatilitätsschübe benötigen einen kontinuierlichen Strom negativer Nachrichten, um anzuhalten andernfalls flauen sie erfahrungsgemäß rasch wieder ab. Dies zeigt sich bereits heute Morgen an den vergleichsweise moderaten Abschlägen in Asien.“

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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