Kryptoverwahrung in Frankreich: Zwei Drittel setzen auf regulierte Anbieter

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Kryptoverwahrung in Frankreich
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Frankreichs Kryptobesitzer setzen häufiger auf regulierte Verwahrer. Die Adan-Befragung zeigt auch, welche Rolle Banken beim Zugang spielen.

In Frankreich besitzen weiterhin elf Prozent der Bevölkerung Kryptowährungen. Bei der Verwahrung zeichnet sich jedoch ein deutlicher Wandel ab: Immer mehr Anleger überlassen ihre Bestände regulierten Anbietern. Damit verlagert sich auch das Risiko.

In Frankreich verwahren 67 Prozent der Krypto-Besitzer ihre Bestände ausschließlich bei einem regulierten Anbieter. Das sind neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 23 Prozent setzen ausschließlich auf eine selbst verwaltete Software oder ein eigenes Gerät, zehn Prozent nutzen beide Wege. Das geht aus dem Jahresbarometer des Branchenverbands Adan hervor, das am 9. April 2026 veröffentlicht wurde.

Für die Erhebung befragte das Institut Ipsos vom 12. bis 23. Januar 2026 insgesamt 2.000 Erwachsene in Frankreich. Hinzu kamen jeweils rund 1.000 Befragte in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Belgien und dem Vereinigten Königreich.

Zahl der Kryptobesitzer bleibt nahezu stabil

Elf Prozent der französischen Bevölkerung besitzen mindestens einen Kryptowert. Im Vorjahr waren es zehn Prozent. 93 Prozent haben bereits von Kryptowährungen gehört. Regelmäßig kaufen sieben Prozent der Bevölkerung hinzu - ein Wert, der laut Adan seit drei Jahren stabil ist. Weitere drei Prozent haben früher Kryptowerte besessen. Damit haben insgesamt 14 Prozent mindestens einmal gekauft; 32 Prozent haben zwar noch nie gekauft, schließen einen Einstieg aber nicht aus.

Im europäischen Vergleich liegt Frankreich bei der Verbreitung zurück. In Deutschland besitzen laut Befragung 17 Prozent der Erwachsenen Kryptowerte, in den Niederlanden 20 Prozent. Im Vereinigten Königreich sank der Anteil erstmals von 19 auf 16 Prozent.

Auch der Anteil am Vermögen fällt in Frankreich vergleichsweise niedrig aus: Krypto-Besitzer investieren dort im Mittel 14 Prozent ihres Vermögens in digitale Werte. Im Vereinigten Königreich sind es 23 Prozent, in Deutschland 20 Prozent und in den Niederlanden 19 Prozent.

Banken gewinnen als Zugang zu Kryptowerten an Bedeutung

Adan führt den Wandel bei der Verwahrung auf den Wunsch nach einfacherer Technik und das gewachsene Vertrauen in den europäischen Aufsichtsrahmen für Krypto-Dienstleister zurück. Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH, sagt: „Die Verwahrung bei einem beaufsichtigten Anbieter nimmt dem Besitzer eine technische Last ab und gibt ihm dafür ein Gegenparteirisiko zurück. Beides gegeneinander abzuwägen, ist die eigentliche Entscheidung - nicht die Wahl der Münze“.

Spezialisierte Handelsplattformen bleiben der wichtigste Zugang. Neobanken und Finanztechnologieanbieter, die Konto und Anlage in einer Anwendung verbinden, kommen laut Adan inzwischen auf 24 Prozent der Zugänge.

Bei denjenigen, die einen Einstieg planen, ist die Bank besonders gefragt: 49 Prozent würden auch komplexe Anwendungen der dezentralen Finanzwirtschaft bevorzugt über ihr Kreditinstitut nutzen. 43 Prozent wären bereit, ihre Hauptbankverbindung zu wechseln, wenn ein anderes Institut ein belastbares Krypto-Angebot bereitstellt. Der Verband erhebt das Barometer seit 2022 jährlich; die Befragung in Frankreich umfasste 49 Fragen.

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