Der Fahrradmarkt verschiebt sich spürbar. Immer mehr hochwertige Gebrauchträder kommen in den Handel, zugleich steigt die Nachfrage nach bezahlbaren Alternativen zum Neukauf. Wertgarantie-Tochter Linexo reagiert darauf mit einem überarbeiteten Komplettschutz und richtet seine Tarife stärker an den veränderten Nutzungsrealitäten aus.
Kern der Neuausrichtung ist die Gleichbehandlung von gebrauchten Fahrrädern und E-Bikes mit Neurädern. Künftig macht der Versicherer tariflich keinen Unterschied mehr zwischen beiden Segmenten. Aus Sicht des Unternehmens trägt das einer Entwicklung Rechnung, die den Markt zunehmend prägt.
Allein in diesem Jahr werden rund 750.000 Leasingausläufer erwartet. Gemeint sind Fahrräder, die nach Ende von Dienstradverträgen von den Nutzenden übernommen oder weiterverkauft werden. „Der Gebrauchtmarkt entwickelt sich dynamisch und wird für viele Menschen zur ersten Wahl“, sagt Sören Hirsch, Bereichsleiter Bike bei Linexo. „Mit dem aktualisierten Komplettschutz tragen wir dieser Realität Rechnung und bieten erstmals eine Absicherung, die keinen Unterschied mehr zwischen neu und gebraucht macht.“
Gebrauchtmarkt und Diebstahlschutz im Fokus
Neben der Öffnung für Gebrauchträder baut Linexo den Bereich Prävention aus. Neu ist eine High-Security-Option, bei der Kundinnen und Kunden mit günstigeren Tarifen belohnt werden, wenn sie zusätzliche Sicherheitsmerkmale am Fahrrad nutzen.
Voraussetzung dafür sind etwa fest verbaute GPS-Tracking-Systeme, Air- oder Smarttags sowie hochwertige Schlösser von Abus ab 119 Euro unverbindliche Preisempfehlung. Der Ansatz dahinter: Wer das Diebstahlrisiko senkt, soll auch bei der Prämie profitieren.
Aus Sicht des Versicherers bleibt Fahrraddiebstahl ein relevantes Problem, während die Aufklärungsquote niedrig ist. Zugleich verbessern technische Lösungen die Chancen auf eine Wiederbeschaffung. Laut GPS-Herstellern kann sie auf bis zu 80 Prozent steigen. „Moderne Sicherheitslösungen können im Ernstfall einen entscheidenden Unterschied machen“, so Sören Hirsch. „Wenn das Risiko sinkt, geben wir diesen Vorteil direkt an unsere Kundinnen und Kunden weiter.“
Reparaturschutz für veränderte Nutzung
Zusätzlich erweitert Linexo sein Angebot um einen Reparaturschutz. Er richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, für die weniger der Diebstahl als vielmehr Schäden im Alltag relevant sind. Dazu zählen Verschleiß, Sturzschäden und technische Defekte, besonders bei E-Bikes.
Das Modell zielt unter anderem auf Leasingräder, bei denen ein Basisschutz gegen Diebstahl oft bereits besteht, Reparaturen aber selbst bezahlt werden müssen. Auch für Familien oder Menschen, die ihr Rad täglich nutzen, kann die reduzierte Absicherung eine Alternative sein.
Der Komplettschutz von Linexo umfasst nach Unternehmensangaben die häufigsten Schäden am Bike, darunter Verschleiß, Sturz, Unfall, Vandalismus, Diebstahl, unsachgemäße Handhabung und technische Defekte. Im Pannenfall organisiert ein Pick-up-Service den Rücktransport von Fahrrad und Besitzer. Abschließen lässt sich der Schutz online und im stationären Fachhandel. Versichert werden neue und gebrauchte Fahrräder sowie E-Bikes ohne Maximalalter bis zu einem Wert von 15.000 Euro, Zubehör eingeschlossen.













