Neue Typklassen für fast 13 Millionen Autofahrer: Für diese Autos wird es teurer

Beispielberechnungen von Check24 zeigen, dass Halterinnen und Halter eines teilkaskoversicherten Ford Edge 2.0 EcoBlue Bi-Turbo besonders deutlich profitieren. Der Versicherungsbeitrag sinkt durch die niedrigere Typklasse um rund 341 Euro im Jahr.

Wer hingegen einen Toyota Prius 1.5 VVT-i Hybrid fährt, muss im nächsten Jahr deutlich mehr für seine Teilkaskoversicherung zahlen. Im Beispiel steigt der Versicherungsbeitrag nur durch die gestiegene Typklasse um knapp 194 Euro.

„Die Typklassen spiegeln unter anderem die Unfallbilanzen der Automodelle sowie die Reparaturkosten für geschädigte Unfallgegner wider“, sagt Michael Roloff, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen des Vergleichsportals Check24. „Je mehr Schäden in den vergangenen Jahren gemeldet wurden, desto höher die Einstufung und desto teurer ist die Kfz-Versicherung für dieses Modell. Gerade bei höheren Beiträgen lohnt sich der Vergleich verschiedener Anbieter, denn dann steigt auch das Sparpotenzial.“

Die Typklasse ist allerdings nur ein Merkmal, das den Preis der Kfz-Versicherung beeinflusst. Neben über 50 individuellen Parametern, bestimmt auch die Regionalklasse den Beitrag. Berechnungen von Check24 hatten ergeben, dass der Beitrag je nach Wohnort um bis zu 261 Euro steigt.

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung

Der GDV veröffentlicht die Typklassen einmal im Jahr. Kommt es dadurch zu Beitragsanpassungen, kommunizieren Versicherungsunternehmen das in der Regel mit der Beitragsrechnung für das Folgejahr, die meist im Oktober oder November verschickt wird.

Steigt der Versicherungsbeitrag etwas durch Umstufung des versicherten Fahrzeugs in eine höhere Typklasse, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Nach Erhalt der neuen Rechnung haben sie vier Wochen Zeit, um zu einer neuen Versicherung zu wechseln und den alten Vertrag zu kündigen.

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