Prime Home: Die Bayerische setzt auf Vorsorge statt Schadenregulierung

Martin Gräfer, Vorstand Marketing und Vertrieb, die Bayerische
Foto: Die Bayerische
Martin Gräfer: "Die Prime Home-Police ist nicht nur ein Produkt, sondern ein komplett neuer Beratungsansatz."

Vier Policen, ein Schadenfall, dann Geld von der Versicherung – dieses Prinzip stellt die Bayerische infrage. Mit PrimeHome bündelt der Versicherer den Schutz rund ums Zuhause neu und rückt Prävention in den Mittelpunkt. Ein Konzept, das auch die Rolle der Vermittler grundlegend verändert.

Mit Prime Home stellt die Bayerische ihr Verständnis von Versicherung grundlegend neu auf. Statt Schäden erst im Nachhinein zu regulieren, setzt das neue Konzept gezielt auf Vorsorge und Prävention. Der Versicherungsschutz rund ums Zuhause wird in einer Police gebündelt und an der Lebensrealität von Einfamilienhauseigentümern sowie künftigen Bauherren ausgerichtet.

Das Angebot vereint zentrale Sachversicherungen, erweitert diese um zusätzliche Leistungsbausteine und ergänzt sie um ein integriertes Vorsorgebudget. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu reduzieren, bevor es zu einem Schaden kommt. Gleichzeitig folgt PrimeHome einem neuen Beratungsansatz, der Vermittler stärker in die Rolle von Risikoberatern einbindet.

„Wir haben in den vergangenen Jahren viel Erfahrung mit Verbundlösungen gesammelt. Mit der Prime Home-Police übersetzen wir dieses Wissen in ein Konzept, das noch konsequenter auf Einfachheit, Transparenz und Prävention und an der Lebensrealität der Kundinnen und Kunden ausgerichtet ist“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe.

Ein Vertrag für den Schutz des Zuhauses

Kern der Police ist ein einheitliches Vertragsmodell. Kundinnen und Kunden erhalten eine Vertragsnummer, eine Hauptfälligkeit und ein durchgängiges Bedingungswerk. Pflichtbestandteile sind die Privathaftpflicht- und die Hausratversicherung. Weitere Bausteine wie Glas, Wohngebäude, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, Tierhalterhaftpflicht und Unfall lassen sich flexibel ergänzen und jederzeit an neue Lebenssituationen anpassen.

In der Wohngebäude- und Hausratversicherung setzt die Bayerische auf eine Allgefahrendeckung. Versichert sind grundsätzlich alle unvorhergesehenen Schäden, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Zusätzlich gilt eine umgekehrte Beweislast, was den Versicherten im Schadenfall entlastet.


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Ein zentrales Element des Konzepts ist das integrierte Vorsorgebudget. Es ermöglicht Kundinnen und Kunden, sich Maßnahmen zur Schadenvermeidung erstatten zu lassen, etwa für Wartungen, Sicherheitslösungen oder technische Schutzsysteme. Der präventive Cashback beträgt bis zu 450 Euro innerhalb von drei Jahren und soll gezielt Schäden verhindern, statt sie nur zu regulieren.

Prävention statt reiner Schadenlogik

„Versicherung darf nicht erst beim Schaden ansetzen. Mit dem Vorsorgebudget fördern wir bewusst Maßnahmen, die helfen Schäden zu vermeiden und langfristig Sicherheit zu schaffen“, sagt Annika Obermayer, Leiterin Komposit bei der Bayerischen.

Exklusiv im Rahmen von PrimeHome bietet der Versicherer zudem eine Wohngebäudeversicherung mit Allgefahrendeckung an, die auf Wunsch mit dem Grohe Sense Guard Wasserstoppsystem kombiniert werden kann. Die Technik erkennt Leckagen frühzeitig und unterbricht im Ernstfall automatisch die Wasserzufuhr. Gerade Wasserschäden zählen zu den häufigsten und teuersten Schadenarten im Wohngebäudebereich.

„Gerade bei Wohngebäuden zeigt sich, wie wichtig Prävention ist. Intelligente Technik kann helfen, große Schäden und hohe Folgekosten zu vermeiden“, sagt Gräfer.

Ergänzt wird der Schutz durch einen jährlichen Risiko-Check. Dabei wird gemeinsam geprüft, ob der Versicherungsschutz noch zur aktuellen Lebenssituation passt, etwa bei Umbauten, Familienzuwachs oder veränderten Wohnverhältnissen. Beim Wechsel bestehender Verträge sorgt eine integrierte Differenzdeckung für lückenlosen Schutz ab dem ersten Tag.

Neuer Beratungsansatz für Vermittler

Der neue Ansatz verändert auch die Rolle der Vermittler. So will der Versicherer einen zertifizierten Prime Home-Berater etablieren, dessen Rolle über die klassische Versicherungsberatung hinausgeht. Die Ausbildung umfasst vertieftes Wissen zu Versicherungsschutz, Versicherbarkeit von Immobilien und Präventionslösungen, etwa bei Elementarrisiken, Feuer oder Einbruchschutz.

Dabei arbeitet die Bayerische unter anderem mit externen Experten wie Kessel SE, Hochwasserschutzspezialisten und Fachleuten aus der kriminalpolizeilichen Präventionsarbeit zusammen. Zertifizierte Berater dürfen Gebäude eigenständig bewerten, Prämienrabatte von bis zu 25 Prozent vergeben, Risiken außerhalb klassischer Annahmerichtlinien zeichnen und verfügen über erweiterte Schadenregulierungsvollmachten.

Zusätzlich entsteht für Vermittler eine neue Einnahmequelle. Die regelmäßige Präventions- und Risikoberatung wird über einen Honorarvertrag in Höhe von 150 Euro alle zwei Jahre vergütet und ist auf das Vorsorgebudget der Kundinnen und Kunden anrechenbar. Damit wird Beratung systematisch vergütet und nicht ausschließlich der Vertragsabschluss.

„Die Prime Home-Police ist nicht nur ein Produkt, sondern ein komplett neuer Beratungsansatz. Sie erleichtert Gespräche über ganzheitliche Absicherung und stärkt die Bindung zwischen Kundinnen, Kunden und Vermittlern“, sagt Gräfer.

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