Der Real-Assets-Investmentmanager Patrizia hat im Geschäftsjahr 2025 sein operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Das EBITDA erhöhte sich um 35,4 Prozent auf 63,0 Millionen Euro nach 46,5 Millionen Euro im Vorjahr. Damit erreichte das Unternehmen das obere Ende der im Jahresverlauf angehobenen Prognosespanne.
Treiber der Entwicklung waren vor allem eine strikte Kostendisziplin, steigende Verwaltungsgebühren sowie eine verbesserte Performance der bilanziellen Seed- und Co-Investments. Gleichzeitig sank der Einfluss einmaliger Erträge, wodurch sich die Ergebnisqualität verbesserte.
Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren stiegen auf 233,4 Millionen Euro nach 228,4 Millionen Euro im Vorjahr. Damit überstiegen sie erstmals die Aufwandsposten von 224,8 Millionen Euro. Das entspricht einem zentralen strategischen Ziel des Unternehmens, die Ergebnisentwicklung stärker von stabilen Einnahmen abhängig zu machen.
Kostendisziplin stärkt Profitabilität
Die Aufwandsposten gingen im Jahresvergleich um 10,2 Prozent zurück. Sie lagen 2025 bei 224,8 Millionen Euro nach 250,2 Millionen Euro im Vorjahr. Besonders deutlich sank der sonstige betriebliche Aufwand, der um 19,1 Prozent auf 66,8 Millionen Euro zurückging. Der Personalaufwand verringerte sich um 5,7 Prozent auf 142,3 Millionen Euro.
Insgesamt beliefen sich die Gebühreneinnahmen auf 258,8 Millionen Euro nach 264,1 Millionen Euro im Jahr 2024. Während leistungsabhängige Gebühren auf 18,0 Millionen Euro zurückgingen und Transaktionsgebühren aufgrund veränderter Gebührenstrukturen auf 7,4 Millionen Euro sanken, entwickelten sich die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren stabil.
Deutlich verbessert haben sich die Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments. Sie stiegen auf 16,9 Millionen Euro nach 2,6 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis aus Co-Investments lag bei 6,5 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr noch mit minus 6,2 Millionen Euro belastet war.
Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich entsprechend deutlich auf 16,4 Millionen Euro nach 2,4 Millionen Euro im Jahr 2024. Parallel dazu stieg die EBITDA-Marge von 17,5 Prozent auf 22,9 Prozent.
Nachfrage nach Real Assets zieht wieder an
Die Nachfrage institutioneller Investoren nach Real Assets entwickelte sich im Jahresverlauf wieder dynamischer. Das von Kunden eingeworbene Eigenkapital stieg um 22,1 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die offenen Kapitalzusagen für Investitionen lagen zum Jahresende bei 1,3 Milliarden Euro.
Auch die Investitionsaktivität nahm zu. Die abgeschlossenen Ankäufe stiegen um 24,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Verkäufe legten um 10,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Die verwalteten Vermögen blieben mit 56,2 Milliarden Euro zum Jahresende nahezu stabil. Positive Bewertungseffekte von 0,2 Milliarden Euro wurden durch negative Währungseffekte von 0,7 Milliarden Euro teilweise ausgeglichen.
CEO Asoka Wöhrmann sagt: „Wir haben uns erfolgreich darauf konzentriert, Prozesse zu straffen, die Effizienz zu steigern und damit die Ergebnisqualität zu verbessern. Wir betreiben nun eine integrierte Investitionsplattform und sind gut positioniert, um die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Stimmung der Investoren im Immobilienbereich hat sich stabilisiert, und die Infrastrukturmärkte zeigten eine ermutigende Dynamik, unterstützt durch die Beschleunigung der Energy-Transition und das wachsende Interesse an Vermögenswerten mit Bezug zur Kreislaufwirtschaft. Der Beginn eines neuen Investitionszyklus im Jahr 2026 wird unseren Kunden renditestärkere Investitionsmöglichkeiten bieten und zu einem profitablen Geschäftswachstum führen.“
Cashflow steigt deutlich – höhere Dividende geplant
Der operative Cashflow entwickelte sich deutlich positiv. Er stieg auf 57,6 Millionen Euro nach 12,6 Millionen Euro im Jahr 2024. Damit übertraf er die im Vorjahr gezahlten Dividenden deutlich.
Vorstand und Verwaltungsrat schlagen deshalb eine erneute Anhebung der Ausschüttung vor. Die Dividende soll um 2,9 Prozent auf 0,36 Euro je Aktie steigen. Bei Zustimmung der Hauptversammlung im Juni 2026 wäre dies die achte Dividendenerhöhung in Folge.
CFO Martin Praum sagt: „Durch diszipliniertes Kostenmanagement und eine stärkere operative Fokussierung haben wir die Qualität und Resilienz unserer Erträge gestärkt. Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren decken unsere Aufwandsposten nun vollständig ab, was die strukturelle Stärke unserer Plattform mit einem höheren operativen Hebel für das erwartete Wachstum in 2026 unterstreicht. Gleichzeitig haben wir die Bilanz, die Finanz- und Liquiditätssituation der PATRIZIA durch unsere strategischen Maßnahmen weiter im Jahr 2025 gestärkt.“
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Patrizia ein EBITDA zwischen 60,0 und 75,0 Millionen Euro. Die Assets under Management sollen zum Jahresende zwischen 55,0 und 60,0 Milliarden Euro liegen, sofern Währungseffekte unberücksichtigt bleiben. Die EBITDA-Marge wird in einer Spanne zwischen 22,0 Prozent und 26,5 Prozent erwartet.











