Silbermarkt bleibt im Defizit: Bestände schrumpfen weiter, die Preise steigen

Foto: Stock.Adobe.com/ Juri_Tichonow
Silber bleibt knapp: Das Defizit dürfte Preise und Beschaffung 2026 weiter prägen.

Der Silbermarkt bleibt angespannt: 2025 lag das weltweite Angebot erneut unter der Nachfrage. Auch 2026 dürfte sich daran wenig ändern. Warum die sinkenden Bestände für Anleger und industrielle Nutzer relevant bleiben.

Das weltweite Silberangebot blieb 2025 im fünften Jahr in Folge hinter der Nachfrage zurück. Auch für 2026 wird nun weithin ein erneutes Angebotsdefizit prognostiziert, was die Bestände des auch industriell genutzten Edelmetalls weiter ausdünnen wird. Nach den besten verfügbaren Daten* sind diese Bestände in den vergangenen zehn Jahren um 1,2 Milliarden Feinunzen geschrumpft – ein kumuliertes Defizit, das 40 Prozent größer ist als die weltweite jährliche Minenproduktion.


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„Das anhaltende Marktdefizit bei Silber zeigt zwei Dinge“, sagt Adrian Ash, Director of Research beim Edelmetall-Marktplatz BullionVault. „Erstens gab es oberirdisch offensichtlich bereits viel größere verfügbare Silberbestände, als irgendjemand hätte ahnen können, was dabei half, die wachsende Nachfrage des Marktes zu bedienen. Zweitens hat der steigende Silberpreis bislang nicht zu einem nennenswerten Anstieg des Angebots geführt, weder aus dem Minensektor noch durch das Recycling von Altsilber.“

„Auch wenn das diesjährige Angebots- und Nachfragedefizit bei Silber also vielleicht nicht dazu führt, dass das Metall seinen Wertzuwachs von 120 Prozent für deutsche Anleger aus dem Vorjahr wiederholt, dürfte es den zugrundeliegenden Aufwärtstrend stützen, da industrielle Nutzer – angeführt von chinesischen Herstellern – Preisrückgänge nutzen, um vorsorglich Lagerbestände aufzubauen. Obwohl für 2026 das kleinste Silberdefizit seit 2020 prognostiziert wird, dürfte es die Preise weiterhin volatil halten, da der langfristige Rückgang der frei verfügbaren Bestände mit weiteren lokalen Engpässen in Handelszentren wie London, Shanghai und New York droht.“

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