Kantenschutz, Steckdosensicherungen, blockierte Schubladen: Viele Eltern machen ihre Wohnung frühzeitig kindersicher. Ein Risiko gerät dabei jedoch oft aus dem Blick – der Fernseher. Darauf weist die R+V Versicherung hin.
Moderne Flachbildfernseher sind großformatig, zugleich aber vergleichsweise leicht. Auf schmalen TV-Möbeln oder Kommoden stehen sie daher weniger stabil als frühere Röhrenmodelle. Gerät das Gleichgewicht ins Wanken, kann das schwere Gerät schnell zur Gefahr werden.
„Wenn sich Kinder an ihnen hochziehen oder ein Kabel in die Hand bekommen, können die Geräte leicht umkippen“, sagt Thomas Paufler, Unfallexperte bei der R+V. Nach Erkenntnissen der Unfallforschung kommt es immer wieder zu entsprechenden Vorfällen – insbesondere bei Kleinkindern unter fünf Jahren.
Schon das Gewicht stellt ein erhebliches Verletzungsrisiko dar. „Schon ein leichteres Gerät von zwölf Kilo kann Kinder schwer verletzen, und auch die spitzen Kanten sind beim Umkippen gefährlich“, ergänzt Paufler. Neben Prellungen und Knochenbrüchen drohen dabei auch Kopfverletzungen. Aus Sicht des Versicherers sollten Eltern TV-Geräte daher konsequent sichern. „Am sichersten ist es, sie mit einer Wandhalterung fest zu montieren oder in einen verschließbaren Schrank zu stellen.“
Ist eine feste Wandmontage nicht möglich, empfiehlt es sich, den Fernseher auf ein möglichst breites und stabiles Möbelstück zu stellen. Dieses sollte weder verrutschen noch kippen können. Wichtig ist zudem, dass die Standfüße des Geräts nicht über das Möbel hinausragen, damit niemand dagegen stößt oder hängen bleibt. Zusätzlichen Schutz bieten Kippsicherungen, die Fernseher mit Gurten oder Winkeln an Wand oder Möbel fixieren. „Sie lassen sich meist auch problemlos nachrüsten“, sagt Paufler.













