Anzeige
13. November 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Betrugsfall Phoenix: Anleger zuerst

Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) wird im Millionenbetrugsfall Phoenix offenbar die geprellten Anleger noch vor dem Insolvenzverwalter entschädigen. Laut einem Bericht in der Financial Times Deutschland werde in Abstimmung mit der Finanzaufsicht BaFin zurzeit geprüft, ob Teilauszahlungen vorgenommen werden können. Der Zeitpunkt der Auszahlung sei offen.

Phoenix hatte jahrelang von den Finanzaufsehern unbemerkt Wertpapiergeschäfte vorgetäuscht und Anleger um 600 Millionen Euro geprellt. Im März 2005 hatte der Finanzdienstleister Insolvenz angemeldet. Zwei Jahre später stellte der Insolvenzverwalter einen vorläufigen Insolvenzplan auf, der eine Auszahlung von rund 200 Millionen Euro an die Gläubiger vorsah. Die restliche Schadenssumme sollte im Anschluss die EdW begleichen.

Da das Landgericht Frankfurt jedoch einer Beschwerde eines Phoenix-Gläubigers gegen den Insolvenzplan aus formalen Gründen stattgegeben hat, muss der Plan nun von weiteren Gerichtsinstanzen geprüft werden, was Jahre dauern kann. EdW und Gläubiger sind sich laut FTD insbesondere nicht einig, was die sogenannten Aussonderungsrechte betrifft. Aussonderungsberechtigte sind Gläubiger, die nur mit deren Zustimmung an den Insolvenzplan gebunden werden können. Diese Daten müssten nun laut EdW neu berechnet werden, um einen Sicherheitsabschlag bei den Entschädigungszahlungen vorzunehmen. Anlegeranwälte bestreiten dies.

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...