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11. Dezember 2007, 00:00
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Ostdeutsche wollen unabhängige Beratung

Bundesweit legen mehr als 70 Prozent der Deutschen auf eine qualifizierte persönliche Beratung in Sachen Geldanlage besonderen Wert.
Kein anderes Kriterium wird für die Investmententscheidung als wichtiger eingestuft. Dabei fällt das Vertrauen in die Anlageberatung bei der Hausbank in Ostdeutschland deutlich zurückhaltender aus als in den alten Bundesländern. Nur rund 60 Prozent der ostdeutschen Bundesbürger lassen sich von den Finanzexperten ihrer Bankfiliale beraten. In Westdeutschland liegt der Anteil bei 75 Prozent. Das ergab eine im Auftrag des Frankfurter Vermögensverwalters EuroSwitch erstellte repräsentative Befragung des forsa Instituts.

Das fehlende Vertrauen in die Anlageberatung der Hausbanken führt in den ostdeutschen Bundesländern dazu, dass verstärkt unabhängige Finanzexperten konsultiert werden. So will sich rund jeder dritte Deutsche in den neuen Bundesländern bei einem unabhängigen Finanzdienstleister über spezielle Anlageklassen informieren. In den alten Bundesländern liegt die Quote nur bei etwa einem Viertel der Befragten. Ebenfalls hoch im Kurs steht die Anlageempfehlung aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Rund 40 Prozent der Ostdeutschen setzen auf Finanzinformationen aus dem persönlichen Umfeld. In Westdeutschland liegt der Anteil nur bei 35 Prozent.

Dabei genießen konservative Investitionsentscheidungen noch immer den Vorzug: Gut 70 Prozent der Deutschen verfügen über ein Sparbuch. Nur jeder Vierte hat sein Geld in Aktienfonds angelegt. Andere Formen der Geldanlage bleiben dahinter deutlich zurück. Dieses Anlageverhalten steht mit den angegebenen Renditezielen der Bevölkerung im Widerspruch. Denn bundesweit halten 63 Prozent eine gute Prognose für die zukünftigen Entwicklungschancen des Investments für wichtig. 62 Prozent setzen auf eine gute Performance der Anlage in der Vergangenheit.

Dem Wechsel in renditestarke Aktienfonds steht für viele Bundesbürger Unkenntnis und ein deutlich ausgeprägtes Misstrauen entgegen. 63 Prozent der Westdeutschen halten ein Investment in Aktienfonds pauschal für riskant. In Ostdeutschland liegt die Quote mit 65 Prozent sogar noch knapp darüber. Gleichzeitig gab fast die Hälfte der Befragten an, über keinerlei Kenntnisse zur Anlageform Fonds zu verfügen. (aks)

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