FPPs: Alle Infos auf einen Blick

Der internationale Finanzdienstleister RBC Dexia Investor Services, ein Joint Venture der Royal Bank of Canada und der belgisch-französischen Dexia-Gruppe, hat in Kooperation mit CCLux (Centrale de Communications Luxembourg), einer einhundertprozentigen Tochter der Luxemburger Börse, einen Online-Service für sogenannte Fund Processing Passports (FPPs) eingeführt.

Das Internet-Angebot ist über die CCLux-Website zu erreichen und richtet sich vornehmlich an Vertriebe und Vermittler. Internationale Transaktionen sollen durch die harmonisierten Angaben vereinfacht und so Vertriebskosten minimiert werden.Die Übersicht über einzelne Fonds entspricht den Efama-Standards und umfasst 77 Angaben von denen 59 obligatorisch für die Veröffentlichung sind. Dazu zählen unter anderem Informationen zur Fondskonstruktion, Vertriebszulassung, Handelbarkeit, Gebühren, Vermittlerprovisionen, Kontaktdaten des Fondsmanagements und länderspezifische Charakteristika der Produkte.

Der Anstoß für das FPP-Modell kam bereits im vergangenen Jahr vom europäischen Branchenverband European Funds and Asset Management (Efama), der das Konzept in Zusammenarbeit mit sechs weiteren Verbänden der Fonds-Industrie im Sinne von mehr Transparenz und Übersichtlichkeit bei internationalen Transaktionen entwickelt hat.

RBC Dexia und CCLux verstehen ihr Online-Angebot als Teil dieser europaweiten Initiative zur Vereinheitlichung von Fonds-Informationen. Zunächst sind 350 in Luxemburg registrierte Fonds der Gesellschaften Bancaperta, Dexia Asset Management und Sparinvest Online verfügbar, dies soll aber nur der erste Schritt sein. Langfristig ist beabsichtigt, Fonds aus allen europäischen Ländern abzubilden. Fondsgesellschaften können Produkt-Daten über sogenannte Fund-Cards auf der CCLux-Website veröffentlichen und verwalten lassen. (hb)

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