Phoenix: Erneuter Antrag gegen Insolvenzverwalter

Im Verfahren des insolventen Frankfurter Finanzdienstleisters Phoenix Kapitaldienst GmbH (cash-online berichtete hier) hat der sogenannte Phoenix Rechtsverfolgungspool erneut beantragt, Insolvenzverwalter Frank Schmitt abzusetzen.

Der aus 20 Beitragszahlern der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) bestehende Pool hatte bereits im Oktober 2007 einen Antrag gegen den Anwalt der Kanzlei Schultze & Braun (Schubra), Achern, gestellt. Dieser war im Februar dieses Jahres beim Amtsgericht Frankfurt gescheitert (cash-online berichtete hier). Bei dem aktuellen Versuch handelt der Pool allerdings eigenen Angaben zufolge in Vollmacht eines Anlegers, insofern ist der Fall anders gelagert.

An den erhobenen Vorwürfen gegen Schmitt hat sich indes nicht viel geändert. Im Wesentlichen geht es um die Aussonderungsfähigkeit von Treuhandgeldern aus der Insolvenzmasse und erhobene Gebühren, die nicht zu rechtfertigen seien. Zudem habe Schmitt Anleger getäuscht, damit diese dem ? letztlich verworfenen – Insolvenzplan (cash-online berichtete hier) zustimmen. Im vergangenen Jahr hatte der Pool um Sprecher Markus Ross den Insolvenzverwalter bereits wegen Betrug und Untreue angezeigt.

Schmitt findet die Kritik absurd und wies gegenüber cash-online darauf hin, dass der Rechtsverfolgungspool alles versucht habe, um das Insolvenzplanverfahren und damit zeitnahe Entschädigungen zu behindern.

Unterdessen hat die EdW angefangen, Ansprüche von Anlegern zurückzuweisen (cash-online berichtete hier). (hb)

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