Umfrage: Versicherungsvertrieb optimistisch für 2008

Die Mehrheit der Fach-, Führungs- und Vertriebskräfte der Lebensversicherungssparte startet zuversichtlich in das kommende Jahr. Hintergrund ist die Einführung der Abgeltungssteuer zum 1. Januar 2009, von der die Lebensversicherung im Gegensatz zu vielen anderen Produkten profitiert. Auf einer Skala von null bis drei vergeben Entscheider aus dem Lebengeschäft von Gesellschaften mit mehr als 5.000 Mitarbeitern im Durchschnitt einen Wert zwischen 0,8 und 0,9. Kleinere Unternehmen siedeln ihre Marktaussichten im Lebengeschäft nur zwischen 0,3 und 0,5 an. Zu diesem Ergebnis kommt der „Vertriebsmonitors für die Assekuranz 2008“, der vom Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen und vom Deutschen Ring in Kooperation mit dem Versicherungsmagazin erstellt wurde. Zwischen Januar und Februar 2008 wurden dafür 242 Fach- und Führungskräfte im Innen- und Außendienst aus der deutschsprachigen Assekuranz befragt.

Mit etwas gedämpfterer Stimmung blicken dagegen die Anbieter von Sach- und Krankenversicherungen ins Geschäftsjahr 2008. In dieser Sparte beurteilt nur jeder zweite Branchenvertreter die Umsatzentwicklung für die kommenden zwölf Monate optimistisch. Insbesondere der zunehmende Preiskrieg in der Kfz-Versicherung und in der Sachsparte belaste dabei die Wachstumsaussichten, so die Umfrageteilnehmer. Dabei prognostiziert vor allem der Innendienst eine schwächere Geschäftsentwicklung, während der Vertrieb deutlich positiver in die Zukunft blickt.

Am pessimistischsten werden die Wachstumsaussichten im Geschäft mit den Krankenversicherungen beurteilt: Nur 35 Prozent der Befragten erwarten in der diesjährigen Geschäftsentwicklung eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Weitere 39 Prozent rechnen mit unveränderten Marktaussichten. Die Skepsis lässt sich nach Ansicht der Umfrageinitiatoren auf die schlechteren Rahmenbedingungen für die privaten Krankenversicherer (PKV) durch die Gesundheitsreform zurückführen. Belastungen entstehen zum Beispiel durch den Zwang zur Einführung eines Basistarifs, die Einschränkung des Zugangs zur PKV für Angestellte und das Angebot von Wahltarifen durch die gesetzlichen Versicherungen. (af)

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