Bankvorstand moniert Beratungsleistung

Commerzbank-Vorstand Achim Kassow hat die Beratungsleistungen seiner eigenen Branche kritisiert. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer heutigen Ausgabe.

?Wir haben in den vergangenen Jahren zu oft Renditeberatung statt Anlageberatung geleistet?, sagte Kassow im Interview mit der „Süddeutschen“. Zu einer guten Anlageberatung gehöre aber auch, deutlich über Risiken, Liquidität und die Anlegermentalität zu sprechen.

Kassow sieht in der aktuellen Regulierungsdiskussion zudem „eine Chance, echten Qualitätswettbewerb zu schaffen. Gute Regulierung kann zu Standards in der Anlageberatung führen. Der Kunde muss erkennen können, was gute und schlechte Beratung unterscheidet, nur so kann er Qualität vergleichen“. Die Kunden wünschten sich mehr Beratungsqualität. ?Wir wissen aus Umfragen, dass rund 30 Prozent der Bankkunden nach einem Beratungsgespräch mit dem Gefühl die Bank verlassen, dass sie nicht alles verstanden haben?, so Kassow. Allerdings würde etwa die Hälfte von ihnen nicht nachfragen. (te)

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