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6. Juli 2009, 00:00
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Finanzbranche: Mehr Kundennähe als Antwort auf die Krise

Bei der Krisenbewältigung setzen die deutschen Finanzdienstleister vor allem darauf, verloren gegangenes Kundenvertrauen zurück zu gewinnen. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Umfrage des Beratungshauses Agens Consulting in Kooperation mit den Verlagen “Versicherungswirtschaft” sowie “Banken und Partner”.

Die Online-Umfrage unter 700 Fach- und Führungskräften der Finanzwirtschaft zeigt, dass die Branche König Kunde derzeit enorme Wichtigkeit beimisst. Um ihn mit Qualität und Nähe zu überzeugen, richten die Unternehmen ihre Bemühungen in erster Linie auf die Geschäftsfelder Umsatz und Vertrieb aus ? Kosteneinsparungen folgen erst dahinter.

Rund 63 Prozent der Befragten sehen “Qualitätsverbesserungen” als wichtigste Reaktion auf die Finanzkrise. Den “Ausbau der Vertriebswege” halten in diesem Zusammenhang 56 Prozent für relevant. Knapp dahinter folgt “intensivierte Marktkommunikation” mit knapp 55 Prozent.

Kostenorientierten Maßnahmen räumen die Top-Entscheider dagegen weniger Gewicht ein: So sehen lediglich gut 34 Prozent die Option “Kosteneinsparung bei IT-Projekten” als geeignete Antwort auf die Krise. Personaleinsparungen halten nur 30,2 Prozent für geeignet.

Grundsätzlich rechnen die Vertreter der Branche damit, dass die Krise sich einschneidend auf die Finanzwelt auswirkt: Rund 91 Prozent erwarten deutlich zunehmende Anforderungen der Aufsichtsbehörden, 78 Prozent gehen von einer beschleunigten Marktbereinigung aus und gut 75 Prozent glauben, dass der Veränderungsdruck innerhalb des Finanzmarktes spürbar zunehmen wird. (hb)

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