MLP sucht nach Übernahmekandidaten

Der Finanzvertrieb MLP hält nach Übernahmezielen Ausschau. „Mit liquiden Mitteln von 210 Millionen Euro zum 31. Dezember verfügen wir über eine enorme Finanzkraft, die wir in den kommenden Jahren gezielt zur weiteren Stärkung unseres Kerngeschäfts einsetzen werden“, kündigte der Vorstandsvorsitzende Uwe Schroeder-Wildberg auf der Hauptversammlung des MDax-Unternehmens an.

Der MLP-Chef geht davon aus, dass es in den nächsten Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Vermittlerbranche kommt. Kosten- und Investitionsdruck durch gestiegene Anforderungen machten vielen Anbietern zu schaffen. Vor allem kleineren Vermittlern fehle dafür das notwendige Kapital, so Schroeder-Wildberg weiter. Die aktuelle Finanzkrise verschärfe die Lage zusätzlich. Ein Anstieg von Übernahmen und ein Rückgang der Vermittlerzahl insgesamt seien zu erwarten.

Diese Situation wollen die Wieslocher für Zukäufe nutzen. MLP habe, so Schroeder-Wildberg, in Zukunft keine Abschreibungen auf riskante Positionen zu befürchten und sei „hervorragend“ kapitalisiert.

MLP hat im vergangenen Jahr einen massiven Gewinneinbruch von 77,5 auf 31,1 Millionen Euro verbuchen müssen. Die Aktie des Unternehmens büßte in 2008 etwa 17 Prozent ein, schlug sich damit allerdings noch deutlich besser als viele andere Finanztitel. Im ersten Quartal 2009 setzte MLP mit 125,5 Millionen Euro fast 20 Prozent weniger um, als im entsprechenden Vorjahresquartal (cash-online berichtete hier). (hb)

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