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27. Dezember 2010, 10:56
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Bankberatung: Aigner will Kontrolleure schicken

Die Kundenberater der Banken müssen einem Medienbericht zufolge künftig damit rechnen, dass sie von verdeckten Ermittlern kontrolliert werden. Diese Aufgabe soll nach Ansicht von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin übernehmen.

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Ilse Aigner

Das kündigte Aigner in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ an. Demnach sollen „nicht nur die allgemeinen Bedingungen“ von der Bafin überprüft werden, sondern auch die Bankberater. Bisher führe vor allem die Stiftung Warentest in der Anlageberatung von Banken Stichproben durch, heißt es weiter.

Beim letzten Test hatten die Verbraucherschützer schwere Kritik geübt und den Banken eine schlechte Qualität in der Beratung testiert. Die Bundesministerin sagte weiter, dass solche Vergleichtests auch in Zukunft wichtig seien. Dort bestehe allerdings das Problem, dass die Informanten nicht genannt werden dürften und die Ergebnisse deshalb von den Banken oft infrage gestellt werden. Auch der Bafin waren bisher die Hände gebunden. Gesetze hülfen nur dann, wenn jemand kontrolliere, ob sie eingehalten würden, so Aigner. Diese Kontrolle solle die Bafin übernehmen.

Allerdings sollen nach Ansicht der Verbraucherministerin nicht nur die Bankberater von der Bafin überwacht werden. Sie hält dem Interview zufolge auch weiter an ihrer Forderung fest, die Vermittler geschlossener Beteiligungen durch die Aufsichtsbehörde überwachen zu lassen und berief sich zudem auf die Unterstützung durch die Länder. Diese bevorzugen ebenfalls eine Überwachung durch die Bafin. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) favorisiert hingegen die Aufsicht der Vermittler durch die Gewerbeämter.

Aigner begründete ihre Forderung damit, dass die Ämter bislang vieles kontrollierten, jedoch nicht den Vertrieb von Finanzprodukten. Es würde enorme Kosten verursachen, Personal einzustellen und entsprechend zu schulen, statt auf den Sachverstand der Bafin zurückzugreifen, sagte sie. (ks)

Foto: Laurence Chaperon/Bundesregierung

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3 Kommentare

  1. Liebe Frau Aigner, als erstes sollten Sie eventl. mal die Vertriebsstrukturen sowie den Vertriebsdruck kontrollieren, bevor Sie die Bankberater an den Pranger stellen. Die Frage ist doch:”Warum wird oftmals so beraten?” Das liegt in der Regel nicht an der Qualifikation der Mitarbeiter sondern vielmehr daran, dass diese unter Personalmangel einen enormen Vertriebsdruck aushalten müssen und sie für sämtliche staatlichen Regularien nicht mehr Zeit und Unterstützung bekommen, sondern Jahr für Jahr noch mehr Ertrag verdienen sollen, nein müssen ! Auch ein Beratungsverbot, was durch die Politik angedacht ist bestrafft nur den einzelnen Berater und dessen Familie, aber nicht das Management der Bank! Was soll Ihrer Meinung nach mit einem Berater einer Großbank werden, welcher für eine zeitliche Befristung nicht mehr beraten darf? Dieser darf dann vermutlich für zwei Jahre irgendwo in der Zentrale arbeiten und dafür täglich mehrere hundert Kilometer fahren oder sich eine Zweitwohnung anmieten. Der Arbeitgeber wird dies sicherlich dem Arbeitnehmer nicht bezahlen, oder was meinen Sie? Und dann stelle ich Ihnen noch die Frage: “Was ist eigentlich mit einem Berufsverbot für Politiker die Fehler machen?” Denken Sie einfach mal über meine Worte nach und ob das der richtige Weg ist! Ich bin auch ein Bankberater und bin absolut für faire und gute Beratung von Kunden…aber man sollte die Ursache bekämpfen und nicht die, die es ausführen müssen um ihre Existenz zu sichern.

    Freundliche Grüße

    Ihr freundlicher Berater

    Kommentar von Anonym — 4. Januar 2011 @ 23:09

  2. Ist auch richtig so, wenn man so überlegt wieviele Kunden schlecht beratet werden und im schlimmsten Fall auch betrogen. Aber ich finde,dass sollte man unangekündigt machen, denn jetzt wissen es die Banken und bereiten sich schön drauf vor.

    Kommentar von Artikel schreiben — 27. Dezember 2010 @ 20:58

  3. Es geht wohl nicht anders, als die Berater zu kontrollieren. Denn es wird sich solange nichts ändern, wie die Berater von ihren Unternehmen mehr oder weniger schlecht behandelt werden. Die Jagt nach zahlen und Provisionen lässt so manchen vom Paulus zum Saulus werden, trotz Fachberater-Zeugnis in der Tasche. Strukturvertriebe ändern ja meist bewusst nichts am bisherigen System. Im Gegenteil- Kosten werden zunehmend auf die Berater abgewälzt. Da hat man denn wohl keine andere Wahl mehr als auf die Prov. zu achten, statt auf die Beratungsqualität.

    Kommentar von ak — 27. Dezember 2010 @ 13:48

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