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14. Januar 2010, 15:47
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Studie: 60 Euro für eine Stunde Honorarberatung

Durchschnittlich 62,70 Euro pro Stunde sind Kunden, die sich derzeit nach dem Provisionsmodell beraten lassen, bereit für eine Honorarberatung zu zahlen. Für einen Rechtsanwalt würden sie im Schnitt 76,90 Euro und für einen Handwerker 41,80 Euro ausgeben. Den Verdienst des eigenen Finanzberaters schätzen sie auf rund 436 Euro pro Jahr.

Beratung-127x150 in Studie: 60 Euro für eine Stunde HonorarberatungDas ist ein weiteres Ergebnis der Studie die von der Plattform Honorar Konzept, Göttingen, der Wiesbadener Unternehmensberatung MC4MS und dem Lehrstuhl für Bankbetriebslehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam durchgeführt wurde. 990 Kunden von Versicherungen, Banken, Sparkassen und Finanzvertrieben nahmen in der Zeit von September bis Oktober 2009 an der Onlinebefragung teil.

Knapp 30 Prozent der Befragten gaben zunächst an nicht bereit zu sein, für eine Beratung Honorar bezahlen zu wollen.

Nachdem den Befragten gesagt wurde, dass im Gegenzug Netto-Produkte vermittelt werden und somit keine Produktprovisionen anfallen, reduzierte sich der Wert auf knapp 16 Prozent. Weitere Argumente, wie Beispiele für Ablaufleistungen, verringerten die Anzahl derjenigen, die Honorarberatung ablehnen, um weitere fünf Prozent.

Geht es um die Präferenz bei der Berechnung des Honorars, bevorzugen von den Provisionskunden 30 Prozent ein Honorar nach Zeitaufwand (Stundenlohn). Knapp 20 Prozent können sich ein festes Honorar und 17 Prozent ein volumenabhängiges vorstellen. Ein Drittel der Befragten gab an, eine Mischform zu präferieren.

Unabhängigkeit ist ein Grund für Honorarberatung

Kunden, die sich bereits für eine Honorarberatung entschieden haben, nannten als Gründe die Unabhängigkeit (28,5 Prozent) und die Qualität der Beratung (25,6 Prozent). Aber auch schlechte Erfahrungen mit provisionsorientierter Beratung, bessere Produkte und die günstigere Variante wurden angeführt.

Bei der Entscheidung dafür spielten vor allem Medienberichte (29,7 Prozent), Empfehlungen aus dem Freundeskreis (27,7 Prozent) und die Ansprache durch den eigenen Finanzdienstleister (21,8 Prozent) eine Rolle.

Honorare auf Stundenlohnbasis sowie pauschale Vereinbarungen dominieren das alternative Modell zur Provisionsberatung. Mischformen und volumenabhängige Honorare haben weniger Relevanz, als von den Provisionskunden angegeben. (ks)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. Endlich eine Studie, die nicht nur den Stundenlohn, sondern auch die anderen Entlohungsmöglichkeiten der Honorarberatung betrachtet!

    Kommentar von Hagens — 10. Juli 2010 @ 09:23

  2. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mark Förster, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: Studie: 60 Euro für eine Stunde Honorarberatung http://bit.ly/7kc3PW […]

    Pingback von Tweets die Studie: 60 Euro für eine Stunde Honorarberatung - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 15. Januar 2010 @ 05:45

  3. Diese Studien sind alle wertlos. Einzig und allein die Praxis zählt und die sieht eben meist anders aus, als die von Theoretikern und Professoren, die ein Beamtenhonorar beziehen

    Kommentar von Ralp Schuster — 14. Januar 2010 @ 21:07

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