20. Oktober 2011, 11:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Erbschaftsplanung: Für alle Fälle gerüstet

Zwei über mehrere Monate laufende Fortbildungsmöglichkeiten haben das Abschlussziel Estate Planner. Das Studium wird zum einen von der Frankfurt School of Finance & Management, Frankfurt, zum anderen von der EBS Finanzakademie, Oestrich-Winkel, angeboten. Estate Planner erarbeiten auf neutraler Basis ein geeignetes Konzept für die Vermögensübertragung, das sowohl ganz auf die Bedürfnisse als auch auf die persönliche und berufliche Lebenssituation des Kunden abgestellt ist.

Zertifizierung zum CFEP

Beide Studiengänge sind durch den FPSB Financial Planning Standards Board Deutschland mit Sitz in Frankfurt akkreditiert. Das heißt, es besteht bei erfolgreich abgeschlossenem Studium die Möglichkeit einer weitergehenden Zertifizierung zum Certified Foundation and Estate Planner (CFEP).

271 Personen sind derzeit als CFEP zertifiziert, die sich auch mit komplexen, umfangreichen Fragestellungen im Estate Planning auskennen. Darüber hinaus hat der FPSB Deutschland 1.110 Certified Financial Planner (CFP) zertifiziert, die ebenfalls in Fragen der privaten Vermögensnachfolge – was das Gros der Kunden interessiert – beraten können. In der reinen Form wird Financial Planning ausschließlich gegen Honorar angeboten. Im Schnitt kostet eine solche Beratung zwischen 2.000 und 5.000 Euro.

Beratungspotenzial vorhanden

Wer eine Zertifizierung haben möchte, muss einige Regeln einhalten. „Sie müssen erstens eine akkreditierte Ausbildung bei der EBS oder der Frankfurt School of Finance & Management erfolgreich durchlaufen, zweitens umfangreiche Prüfungen absolvieren, drittens eine qualifizierte Berufserfahrung nachweisen und sich kontinuierlich weiterbilden. Viertens: Sie müssen sich zu ethisch einwandfreiem Verhalten verpflichten“, erklärt Professor Dr. Rolf Tilmes, Mitglied des Vorstandes des FPSB Deutschland, und unter anderem Wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute an der EBS Business School.

Es gehe bei den zertifizierten Beratern nicht darum, den Rechtsanwalt, der unter anderem ein Testament aufsetzt, oder den Steuerberater, der eine Steuerberechnung erstellt, zu ersetzen, sondern deren Beratung im Kundeninteresse zu ergänzen. „Klassischerweise haben die Kunden Interesse an der wirtschaftlichen Sichtweise von Vermögenspositionen und Erbschaftsoptionen und nicht nur an den rechtlichen und steuerlichen Aspekten“, so Tilmes.

Beim Thema Erben und Schenken ist es die Aufgabe des Finanzberaters, den Kunden für das Thema zu sensibilisieren, im Rahmen seiner Gesamtberatung auf die Auswirkungen unterlassener Erbregelungen hinzuweisen und finanzielle Lösungen anzubieten. Eine umfassende Erbschaftsplanung kann dabei ein wesentlicher Baustein sein. Beratungspotenzial gibt es angesichts der zu erwartenden Erbvolumina mehr als genug.

Foto: Shutterstock

Weiter lesen: 1 2 3 4 5 6

1 Kommentar

  1. sehr informativ, empfehle es mal zu lesen!

    Gruß
    Jan

    Kommentar von Jan Kraffczyk — 21. Oktober 2011 @ 09:30

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Welt-Alzheimertag: Welcher Versicherungsschutz ist für Demenzkranke wichtig?

Am kommenden Samstag ist Welt-Alzheimertag. An diesem Tag wird jährlich auf das Thema Demenz und die Situation Demenzkranker aufmerksam gemacht. 1,7 Millionen Menschen sind laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft in Deutschland von dieser Krankheit betroffen. 2060 sollen es nach dem Statistikportal Statista bereits 2,88 Millionen sein.

mehr ...

Immobilien

Weshalb der Staat das denkbar schlechteste Wohnungsunternehmen ist

Ob BMW, Lufthansa oder Deutsche Wohnen – niemand ist mehr sicher vor einer Verstaatlichung oder euphemistisch: „Rekommunalisierung“. Gemeinsam propagieren sie den falschen Glauben daran, dass der Staat der bessere Unternehmer sei. Wenn Wohnungen in der Hand des Staates sind, so die Annahme der Berliner Initiative „Deutsche Wohnen Enteignen“, wird alles besser. Ein Kommentar von Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der FDP Bayern.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...