17. März 2011, 12:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Maklerbetreuer: Entwicklungshelfer für den Vertrieb

Abweichungen gibt es unter anderem bei der Pflege und Erweiterung des Kontaktnetzwerks. Danach sehen nur knapp 40 Prozent der Befragten diese Aufgabe als eine ihrer hauptsächlichen an. Fragt man indes nach der Häufigkeit, so stufen die Maklerbetreuer diese zu 32 Prozent als sehr häufig, zu 39 Prozent als häufig ein. Zu diesen Aufgaben kommen weitere Herausforderungen, denen sich der Maklerbetreuer in seinem Alltag stellen muss.

Dazu gehört für Wenzel zum Beispiel, über das eigene Produktportfolio hinaus die Wettbewerbssituation sehr gut zu kennen, um dadurch Alleinstellungsmerkmale „seiner“ Produkte herausstellen zu können. Aber auch die Anpassung an regionale Gegebenheiten ist eine wichtige Herausforderung, mit der sich ein Maklerbetreuer befassen muss. „Im norddeutschen Raum begegnet man den Maklern anders als im süddeutschen Raum. Das ist häufig eine Frage der Mentalität“, sagt Wenzel. Ebenso müsse sich der Betreuer in Einzelfällen mit der Trennung von Maklern auseinandersetzen.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Bereitstellung von Lösungen für Kundenakquise und Bestandsicherung. „Aufgrund der letzten wirtschaftlich schwierigen Jahre sind die Makler verstärkt daran interessiert. Dazu gehören Lösungsansätze über Telefonmarketing, Produktneuerungen mit Alleinstellungsmerkmale und so weiter“, sagt ein Teilnehmer der Cash.-Umfrage.

Affinität für den Vertrieb gefragt

Für all diese Aufgaben ist eine Menge Berufserfahrung erforderlich, um die Vertriebspartner auch in schwierigen Fällen anleiten zu können. Es ist in der Regel auch kein Job, den man nach Abschluss der Universität ergreift oder nach zwei Jahren Versicherungsverkauf, was mitunter auch die Suche nach geeigneten Neueinsteigern schwieriger macht.

Die Deutsche Versicherungsakademie (DVA) bietet beispielsweise einen Lehrgang zum geprüften Maklerbetreuer (DVA) für aktive Maklerbetreuer oder Außendienstler, die den Beruf ergreifen wollen, an. Der Lehrgang dauert ein Jahr und besteht aus vier aufeinander aufbauenden Modulen. Der Fokus der Fortbildung liegt auf den Themen persönliche Profilentwicklung, Kooperation und Kommunikation, methodisches und fachliches Know-how sowie verschiedene Maklertypen.

Maklerbetreuer Wenzel von der Gothaer beispielsweise, der seit 2005 in der Maklerdirektion Hamburg arbeitet, war zuvor Produktmanager bei dem Kölner Versicherer. Er hat eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann absolviert, Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie studiert und ein Aufbaustudium zum Marketingbetriebswirt draufgesattelt. Darüber hinaus nahm er an einem interdisziplinären Managementprogramm teil. Regelmäßig ist er in der Zentrale zur Fortbildung. Mindestens einmal im Quartal finden fachliche Workshops statt. Zudem trifft sich Wenzel – ebenfalls einmal im Quartal – in einem Arbeitskreis, der die täglichen Herausforderungen analysiert und Optimierungsvorschläge erarbeitet.

Seite 6: Warum Titel und Abschlüsse nicht alles sind

Weiter lesen: 1 2 3 4 5 6

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die Bayerische: Magdalena Neuner wird Markenbotschafterin

Die Versicherungsgruppe die Bayerische arbeitet ab sofort mit Magdalena Neuner, einer der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen, als Markenbotschafterin zusammen. Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der nachhaltigen Markenlinie Pangaea Life. Die 33-Jährige ist seit dem Ende ihrer aktiven Sportkarriere in zahlreichen Medien unter anderem als TV-Expertin bei der ARD zu sehen und engagiert sich sozial, beispielsweise für die DFL Stiftung.

mehr ...

Immobilien

Lompscher-Rücktritt: BFW sieht Chance für Neubeginn

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg sieht im Rücktritt von Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher die Chance für einen Neubeginn in der Berliner Wohnungspolitik. Insbesondere müsse der Regierende Bürgermeister Michael Müller den Wohnungsneubau in der Hauptstadt jetzt zur Chefsache erklären und das entstandene politische Vakuum ausfüllen.

mehr ...

Investmentfonds

Trump oder Biden? Das ist nicht die entscheidende Frage

Die halbe Welt diskutiert darüber, ob der nächste US-Präsident Donald Trump oder Joe Biden heißen wird. Für die Finanzmärkte ist aus unserer Sicht aber noch wichtiger, ob einer von ihnen nach der Wahl am 3. November die Mehrheit seiner Partei sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat hinter sich weiß – oder ob die Kammern wie heute unter Präsident Trump unterschiedliche Mehrheiten haben.

mehr ...

Berater

Über den Wert einer gesunden Konfliktkompetenz

Konfliktmanagement – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate-Tochter startet Logistik/Light Industrial Joint Venture

STAM Europe, eine Tochtergesellschaft des Immobilien-Investmentmanagers Corestate Capital Holding, und ein nordamerikanischer institutioneller Investor starten ihr zweites Investitionsprogramm im Logistik- und Light Industrial-Sektor in Frankreich in Form des Joint Ventures “Highlands II”. Ein riesiges Logistik-Projekt wurde bereits erworben.

mehr ...

Recht

Staatliche Unternehmen auf Steuervermeidungskurs

Steuerskandale internationaler Konzerne finden sich beinahe täglich in der medialen Berichterstattung. Eine aktuelle Studie von WU-Professorin Eva Eberhartinger macht nun deutlich, dass auch staatliche Unternehmen Steuern vermeiden. Dabei zeigt sich: Auch diese Unternehmen brauchen Anreize, um Steuervermeidung zu unterbinden.

mehr ...