25. Februar 2011, 13:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Regelung der Honorarberatung bleibt ungeklärt

Das Treffen von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) und Lobby-Verbänden der Finanzdienstleistungsbranche zum Thema Beratungsqualität hinterlässt ein großes Fragezeichen. Offen ist weiterhin, wie die Honorarberatung künftig geregelt werden soll. Klar ist nach wie vor nur, dass es ein eigenes Spezialgesetz geben soll.

Dieter-rauch-127x150 in Regelung der Honorarberatung bleibt ungeklärt

Dieter Rauch

Der auf der Veranstaltung in Berlin anwesende Berufsverband deutscher Honorarberater (BVDH) begrüßte diesen Sonderweg, stellte aber auch Forderungen an die Ministerin.

Der Verband macht sich dafür stark, dass Honorarberater nach dem Kreditwesengesetz (KWG) und nicht nach der Gewerbeordnung reguliert werden. Damit würde sich die Szene deutlich vom freien Vertrieb abgrenzen, dessen Interessenvertreter seit Beginn der Debatte dafür kämpfen, dass ihre Vermittler nicht die strengeren Auflagen des KWG erfüllen müssen.

„Wir brauchen dringend eine strikte Trennung von Vermittlern, die auf Provisionsbasis arbeiten und Beratern gegen Honorar“, sagte BVDH-Vorstand Dieter Rauch. Nur so sei für den Verbraucher sichergestellt, dass er unabhängige Beratungsleistungen erkennen könne.

Er kritisierte die auf dem Markt bestehenden Mischmodelle, die so aussähen, dass sich einige Vermittler als Honorarberater bezeichneten, obwohl sie trotzdem Provisionen kassierten. Das ginge regelmäßig zu Lasten des Verbrauchers.

Daneben forderte der Verband die Einführung klarer Kostenkennziffern und eine strenge Sachkundeprüfung. Die Prüfung solle nachweisen, ob es sich um einen Honorarberater oder einen sonstigen Finanzvermittler handele. Langfristig strebe man die Anerkennung der Honorarberatung als Standesberuf ähnlich wie bei Steuerberatern und Rechtsanwälten sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Honoraren an. (ks)

Foto: BVDH

Ihre Meinung



 

Versicherungen

App auf Rezept: Warum Versicherte nun vorsichtig werden sollten

Jens Spahn beschließt gemeinsam mit dem Bundestag, dass Anwendungen für das Smartphone, also Apps, künftig auf Rezept verordnet werden dürfen. Ziel ist es, Wartezeiten für die Behandlung durch Fachärzte zu reduzieren. Insbesondere bei der Psychotherapie sollen diese Angebote eine Verschlechterung des Gesundheitszustands vermeiden. Allerdings erlaubt das Gesetz, die durch die Verordnung gesammelten Daten zu nutzen. Was dies für Versicherte bedeutet

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Handfeste Maßnahmen notwendig

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurde von Januar bis Mai 2019 in Deutschland der Bau von insgesamt 136 300 Wohnungen genehmigt. Dies seien 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sei sogar um 4,1 Prozent gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Weiter Risiken bei Deutscher Bank

Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als “gewissen Forschritt”, sie seinen jedoch nicht konsequent genug. “Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinkt die Gefahr, dass die Bank vom Steuerzahler gerettet werden muss”, schreibt der Vorstand der 
»Bürgerbewegung Finanzwende« für 
eine nachhaltige Finanzwirtschaft in einem Gastbeitrag für die Zeitung neues deutschland.

mehr ...

Berater

Digitalisierung: Verhaltener Blick in die Zukunft

Die Finanzindustrie begegnet der digitalen Transformation vielfach mit Skepsis. Dies ergibt eine aktuelle Panel-Befragung von über 800 Beschäftigten innerhalb des Finanzsektors, die von der Unternehmensberatung Horn & Company Financial Services und dem Banking-Club seit Mai 2019 regelmäßig erhoben wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...