Social Media: Privatanleger sind skeptisch

Obwohl die Bundesbürger das Internet rege nutzen, trauen lediglich 15 Prozent der Privatanleger Ratschlägen zur Geldanlage, die sie auf diesem Weg erhalten. Anlageberater und Tageszeitungen sind nach wie vor die am häufigsten genutzte Info-Quelle.

Mann ComputerDas geht zumindest aus einer repräsentativen TNS-Infratest-Umfrage im Auftrag der genossenschaftlichen DZ Bank hervor. Demnach setzen 72 Prozent der Privatanleger auf die tägliche Finanzpresse, um sich über Anlagethemen zu informieren. Auf das Fachwissen von Bankberatern greifen 71 Prozent zurück.

Die Bedeutung des Internets nimmt indes zu. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) informiert sich bereits über Onlineangebote von Finanzdienstleistern und Banken. 43 Prozent nutzen Websites von Verlagen oder Nachrichtenseiten im Netz. Soziale Netzwerke wie Facebook halten dagegen lediglich zehn Prozent für relevant. Gleiches gilt laut Umfrage für den Kurznachrichtendienst Twitter.

Noch schlechter bestellt ist es um das Vertrauen, das die Anleger in diese neuen Medien haben. Jeder Zweite vertritt die Ansicht, dass solche Plattformen keine zuverlässigen Infos für Anleger liefern. Die Hälfte der Befragten schätzt klassische Finanzportale und Internetseiten von Finanzdienstleistern als hilfreicher ein.

Die Studie wirft allerdings die Frage auf, ob eine strikte Trennung zwischen Social Media und traditionellen Info-Kanälen noch zeitgemäß ist. Denn mehr oder weniger alle Anbieter „klassischer“ Medien nutzen heutzutage auch interaktive Webdienste. (hb)

Foto: Shutterstock

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