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5. Dezember 2012, 09:00
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Finanzdienstleister Generation Y

Die Generation Y, die nach 1980 Geborenen, erobern aktuell den Arbeitsmarkt und sind auf der Suche nach einem passenden Berufsbild. Wie passt der Beruf des Finanzdienstleisters zu diesen jungen Menschen? Welche Voraussetzungen sind von den Unternehmen zu schaffen, um für diese Generation interessant zu sein?

Generation Y

Die Ansprüche an einen „Traum-Job“ haben sich in dieser Generation vollständig gewandelt. Versorgt mit guter Bildung, in einem Konsummarkt aufgewachsen und mit offenem Denken ausgestattet, gilt es in der Finanzdienstleistung für die Generation Y völlig neue Karrierewege anzubieten. Denn: Sie ist vom Denken mit Vorgängergenerationen nicht mehr zu vergleichen.

Selbstständigkeit kein „no go“ mehr

Das Thema, sich sofort selbstständig zu machen, war für die meisten Hochschulabsolventen früher oft ein „no go“. Da wurde doch lieber der Weg in den Konzern und dessen strukturelle Sicherheit gesucht.

Auch dieses Denken hat sich gewandelt. Eigenständigkeit und Eigenverantwortung sind für junge Menschen zusammen mit Weiterbildungsmöglichkeiten und -entwicklung Themen, die im Vordergrund stehen.

Die Y-psiloner wollen keine vorgefertigten Meinungen, sie hinterfragen und kritisieren Ideen, wollen sich einbringen. Die heutigen Berufsanfänger sind sich bewusst, dass sie unter Umständen bis zum 70. Lebensjahr arbeiten müssen. Arbeitszeit ist für sie Lebenszeit und soll sinnvoll verbracht werden.

Die meisten Berufsanfänger kommen gar nicht gleich auf den Beruf des Finanz- und Wirtschaftsberaters. Nach wie vor ist es nicht der Beruf, von dem bereits Kinder träumen. Um den Nachwuchs zu sichern, sind Finanzdienstleistungsunternehmen heute gefordert, ein hohes Maß an Transparenz zu bieten und Zukunftsvisionen möglich zu machen.

Statt in tiefen Hierarchien arbeitet die Generation Y lieber in Teams, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Work-Life-Balance fundamental

Die Generation Y will ihr Berufs- und Privatleben anders gestalten als vorige Generationen. Selbstentscheidung ist deutlich wichtiger geworden und Zufriedenheit steht ganz oben.

Oft wollen sie ihr persönliches Umfeld behalten, sind eingebunden in Familie und Freundeskreis. Dies spricht für Unternehmen mit bundesweiter Präsenz. Wenn die Zeit reif ist, wollen die Y-psiloner Beruf und Familie vereinbaren können, der Wunsch nach ausgewogener Work-Life-Balance wird selbstbewusst formuliert.

Aktuell wird im Finanzberatungsmarkt der Mangel an Nachwuchs stark beklagt. Ich denke, dass größere Finanzdienstleistungsunternehmen in der Lage sein dürften, die Ansprüche dieser neuen Generation weitgehend zu erfüllen. Die Problematik liegt im Moment mehr darin, dass immer weniger Unternehmen bereit zu sein scheinen, die jungen Menschen qualitativ hochwertig auszubilden.

Autor ist Franz Josef Rosemeyer, A.S.I. Wirtschaftsberatung AG

Foto: A.S.I. Wirtschaftsberatung AG

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