25. März 2012, 10:00
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Honorarberatung: Vergütung im Visier

In der Praxis zeige sich einerseits, dass das Modell der Honorarberatung vielen Kunden sogar unbekannt sei. Andererseits stoße die Honorarberatung nach eingehender Vorstellung durch den Berater auf eine große Zustimmung.

„Die erste Aufgabe eines Beraters ist also, den Nutzen und die Kosten transparent zu machen. Ob Umfragen telefonisch oder webbasiert erfolgen – beide Systeme können diese Aufklärung nicht leisten. Wenn Sie einem Kunden verraten, dass er bei 250 Euro monatlich über eine Laufzeit von 35 Jahre bis zu 80.000 Euro Mehrleistung aus einem Versicherungsvertrag erhält und fragen dann, ob man Provisionen oder Honoraren den Vorzug gibt, wie wäre wohl die Antwort? Aus dem Feedback unserer Berater ergibt sich eine mehr als 90-prozentige Erfolgsquote bei der Akzeptanz der Kunden, Honorare zu bezahlen“, schildert Rauch seine Erfahrungen.

Akzeptanz der Honorarberatung durch Aufklärung fördern

Auch Quirin-Bank-Vorstand Schmidt ist der Ansicht, dass durch verstärkte Aufklärung der Verbraucher über versteckte Kosten und den Wert unabhängiger Beratung die Akzeptanz für das honorarbasierte Geschäftsmodell steigt.

Der Wirtschaftsrechtler Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski von der Berliner Humboldt Universität schließt sich diesem Eindruck nicht an. Er geht von einer geringeren öffentlichen Akzeptanz der Honorarberatung als in den Umfragen aus und prophezeit für das Modell daher auch eine eher langsame Ausbreitung. „Nach meinem Eindruck würden nicht einmal 20 Prozent der Deutschen für eine Finanzberatung ein Honorar zahlen, jedenfalls solange sie – wie bisher – eine Finanzberatung auch kostenlos bekommen können“, meint Schwintowski.

Seite sieben: Zukunft der Honorarberatung

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3 Kommentare

  1. 1. Kaufmannsregel: “Der Gewinn liegt im Einkauf!” Wenn Sie Produkte beim Honorarberater kaufen, dann haben Sie damit schon den ersten richtigen Schritt bzw. Gewinn gemacht. Natürlich kommt es im 2. Schritt auf die richtige Anlagestrategie an bzw. leztlich auf den Menschen.

    Kommentar von Ich — 29. März 2012 @ 08:48

  2. @ Friedrich

    Was Sie sich wünschen ist eine “Gewinn-Garantie” und das ist völlig weltfremd!

    Kommentar von Ich — 29. März 2012 @ 08:46

  3. Für mich als Anleger ist es unerheb- lich, ob einer Anlageempfehlung ein Provisionsmodell oder eine Honorarbe- ratung zugrunde liegt. Es kommt allein darauf an, ob die Anlage erfolgreich ist oder nicht. Also wäre ein Leistungs- bzw. Erfolgsbezogene Vergütung das einzig akzeptable System. Aber das bietet wohl niemand an, da ja die Risiken allein beim Anleger verbleiben und der Finanzberater sich aus der Verantwortung stiehlt.
    G.Friedrich, München

    Kommentar von Friedrich — 28. März 2012 @ 19:18

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