OVB meldet Ergebnisverbesserung

Der Umsatz des Finanzdienstleisters OVB ist in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken. Gleichzeitig sind das operative Ergebnis und der Konzernüberschuss deutlich über das Vorjahresniveau gestiegen.

Das operative Ergebnis hat sich demnach insgesamt um 79,3 Prozent auf 7,2 Millionen Euro erhöht. Zu dieser positiven Entwicklung haben laut OVB alle Segmente beigetragen: In Mittel- und Osteuropa wurde demnach ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,9 Millionen Euro (8,1 Millionen Euro) und in Deutschland von 4,3 Millionen Euro (4,0 Millionen Euro) erwirtschaftet. Das Segment Süd- und Westeuropa habe ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht, nach einem Fehlbetrag von 1,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, so OVB. Die EBIT-Marge des Konzerns, bezogen auf die Gesamtvertriebsprovisionen, hat sich demnach im Berichtszeitraum auf 4,6 Prozent erhöht (2,5 Prozent).

Konzernüberschuss deutlich gewachsen

Der Konzernüberschuss hat sich in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt und liegt bei 5,4 Millionen Euro (2,6 Millionen Euro). Die Gesamtvertriebsprovisionen des OVB Konzerns lagen mit 155,6 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (162,0 Millionen Euro). Dennoch habe sich die positive Geschäftsentwicklung in Süd- und Westeuropa auch nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 fortgesetzt: Die Gesamtvertriebsprovisionen stiegen im Neunmonatszeitraum in allen Ländern des Segments, mit Ausnahme Griechenlands, von 17,2 Millionen Euro deutlich um 14 Prozent auf 19,6 Millionen Euro.

In Mittel- und Osteuropa sind die Vertriebsprovisionen um 3,5 Prozent gesunken. Das Geschäft der OVB in den Ländern Mittel- und Osteuropas blieb im Berichtszeitraum stabil. Der Umsatz lag hier in den ersten neun Monaten 2012 bei 91,0 Millionen Euro (94,3 Millionen Euro). Eine Entwicklung die laut OVB auf Umsatzrückgänge in Polen und Ungarn zurückzuführen ist. In Deutschland ist der Umsatz im Berichtszeitraum erneut gesunken. Mit 45,0 Millionen Euro liegt er 10, 7 Prozent unter dem Vorjahreswert (50,4 Millionen Euro).

Mehr Berater, Kunden und Verträge

Der Kölner Finanzdienstleistungskonzern (Fünftplatzierter der aktuellen Cash.-Hitliste der Finanzvertriebe) blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. So sei die positive Entwicklung bei operativem Ergebnis und Konzernüberschuss ein Zeichen dafür, dass die konzernweiten Maßnahmen, mit denen der Konzern seine Marktstellung in Europa weiter ausbauen will, erfolgreich angelaufen seien.

„Die erreichten Fortschritte bestätigen uns in den bisherigen Anstrengungen. Die Optimierung von Prozessen und Kosten in administrativen Bereichen und die erreichte Ergebnisverbesserung haben unsere finanzielle Basis weiter gestärkt. Damit können wir gezielt in den weiteren Auf- und Ausbau des Vertriebs investieren, um der führende Systemvertrieb in Europa zu werden“, erläutert Michael Rentmeister, Vorstandsvorsitzender der OVB Holding AG.

Die Zahl der Neuverträge sei europaweit um 5,8 Prozent auf 410.298 Geschäftsabschlüsse gestiegen (387.776). Die Zahl der Kunden hat sich demnach von 2,84 Millionen im Vorjahr um 3,5 Prozent auf 2,94 Millionen zum 30. September 2012 erhöht. Die Beraterzahl hat in den vergangenen zwölf Monaten um 4,9 Prozent auf 5.060 hauptberuflich für OVB tätige Finanzberater zugenommen(4.822). (jb)

 

Foto: Shutterstock

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