9. November 2011, 10:36
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OVB: Deutscher Umsatzmotor stottert

Der Finanzvertrieb OVB hat in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beim Umsatz kontinuierlich zulegen können. Allerdings kommen die Zuwächse nicht aus dem Heimatmarkt Deutschland. Die Region Mittel- und Osteuropa erzielt fast 60 Prozent der Gesamtvertriebsprovisionen.

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Oskar Heitz

Der in 14 Ländern aktive OVB-Konzern erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis September Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 162 Millionen Euro – ein Plus von 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (145,2 Millionen Euro).

Die Zuwächse hat die Nummer Fünf der aktuellen Cash.-Vertriebs-Hitliste vor allem der Region Mittel- und Osteuropa zu verdanken. Auf Neunmonatssicht stiegen die Provisionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43,3 Prozent auf 94,3 Millionen Euro.

Der deutsche Heimatmarkt kommt indes weiterhin nicht aus dem Knick. Die Provisionen schrumpften um 3,3 Prozent auf 50,4 Millionen Euro. In der Region Süd- und Westeuropa ist die Lage weiterhin angespannt. Fast 37 Prozent sanken die Erlöse im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2010 auf 17,2 Millionen Euro. Grund sind nach Angaben von OVB die „Wirtschaftskrisen in einigen Ländern“, die das Geschäft belasten.

Umsatz und Ergebnis sollen im Jahresendgeschäft weiter steigen

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) beträgt für die Monate Januar bis September vier Millionen Euro und liegt 14,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch hier steuerte die Region Mittel- und Osteuropa den größten Anteil bei und war Haupttreiber der Ergebnisverbesserung.

In Deutschland war das Ebit indes rückläufig, die Region Süd- und Westeuropa verbuchte einen operativen Fehlbetrag. Diesen begründen die Kölner mit „der anhaltend schwachen Konjunkturlage in einigen Ländern“. Der Konzernüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,5 auf 2,6 Millionen Euro.

Die Gesamtkundenzahl stieg im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2010 um 1,6 Prozent auf 2,84 Millionen. Die Beraterzahl kletterte um 5,4 Prozent von 4.576 auf 4.822. Dieser Zuwachs resultiert vor allem aus der starken Region Mittel- und Osteuropa, während in Deutschland sowie Süd- und Westeuropa die Beraterzahlen sanken.

OVB will nach eigenen Aussagen im Jahresendgeschäft Umsatz und Ergebnis weiter steigern. „Anfang 2011 hatten wir das Ziel formuliert, Umsatz und Ergebnis gegenüber 2010 zu steigern. Dieses Ziel werden wir aus heutiger Sicht erreichen – auch wenn uns die Wirtschaftslage in einigen Ländermärkten herausfordert“, sagt Oskar Heitz, Vorstand Finanzen und Verwaltung der OVB Holding. (ks)

Foto: OVB

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