Infinus-Razzia: Future Business und Prosavus vorläufig insolvent

Das Amtsgericht Dresden hat für die zur Infinus-Gruppe gehörenden Unternehmen Future Business (Fubus) und Prosavus, die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zudem haben zwei weitere Infinus-Töchter Insolvenzanträge eingereicht.

Die beiden zur Infinus-Gruppe gehörenden Unternehmen hatten infolge der Beschlagnahmung aller Vermögenswerte und Geschäftskonten durch die Staatsanwaltschaft Dresden Insolvenzanträge eingereicht.

Der Finanzkonzern Fubus und das Emissionshaus Prosavus hatten infolge der Ermittlungen gegen die Infinus-Gruppe Insolvenzanträge gestellt. Wie die Sprecherin des Amtsgerichts Dresden Birgit Keeve Cash.-Online auf Anfrage mitteilte, hat das Gericht den Dresdner Rechtsanwalt Bruno M. Kübler zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Fubus bestimmt, für Prosavus den Dresdner Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler. Zudem wurden für beide Unternehmen vorläufige Gläubigerausschüsse bestellt, die die Interessen der Gläubiger wahren sollen.

Weitere Infinus-Töchter stellen Insolvenzanträge

Gerichtssprecherin Keeve bestätigte zudem, dass für zwei weitere Firmen der Infinus-Gruppe, die MAS Finanz AG und die MAS Vermögensverwaltungs GmbH, Insolvenzanträge auf ein Schutzschirmverfahren zur Sanierung in Eigenverwaltung gestellt wurden. Die Entscheidung des Amtsgerichts zu diesen Anträgen soll demnach Ende der nächsten Woche fallen.

Gegen Infinus wird wegen Betrugsverdachts ermittelt. Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden und des Landeskriminalamts Sachsen hatten im Zuge einer Razzia am 5. November die Geschäftsräume von rund 30 Firmen sowie Privaträume in Dresden, Stuttgart, in der Nähe von Köln, Frankfurt, Traunstein sowie in Salzburg/Österreich untersucht. Sechs Beschuldigte wurden festgenommen. (jb)

Foto: Shutterstock

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