6. November 2013, 14:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

MLP kappt Prognose

Der Wieslocher Finanzdienstleister muss seine Erwartungen für 2013 deutlich zurückschrauben. Wie MLP mitteilt, könne man aufgrund der vorläufigen Eckdaten für die ersten neun Monate und der aktuellen Geschäftsentwicklung nicht an der bisherigen Prognose festhalten. In den ersten neun Monaten des Jahres hat sich der Gewinn halbiert.

MLP halbiert Gewinn

Aufrgund der vorläufigen Eckdaten für die ersten neun Monate und der aktuellen Geschäftsentwicklung, korrigiert MLP seine Prognose für 2013 nach unten.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 hat der Finanzdienstleister Gesamterlöse von 338,8 Millionen Euro (2012: 355,3 Millionen Euro) erzielt, so die vorläufigen Eckdaten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) liegt demnach bei von 12,3 Millionen Euro. Das ist weniger als die Hälfte als im Vorjahreszeitraum (26,4 Millionen Euro).

Mit einem Ebit von 7,3 Millionen Euro (Q3 2012: 11,0 Millionen Euro) hat das dritte Quartal den bislang größten Teil im Jahresverlauf beigesteuert. Die Gesamterlöse sind gegenüber dem Vorquartal um sechs Prozent auf 114,5 Millionen Euro (Q2 2013: 107,9 Millionen Euro) gestiegen und liegen damit unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q3 2012: 121,5 Millionen Euro).

Aufgrund dieser Entwicklungen rechnet das MLP-Management nicht mehr damit, im Gesamtjahr 2013 ein Ebit von mindestens 65 Millionen Euro zu erzielen. Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 hält der Finanzdienstleister weiterhin an einem Ebit-Zielkorridor von 65 bis 78 Millionen Euro fest.

Rückgange bei Altersvorsorge und Krankenversicherung

Seit September habe man eine Belebung gegenüber den Vormonaten verzeichnet, so MLP. Die Geschäftsentwicklung sei aber auch im Oktober und in den ersten Tagen des Novembers hinter der hohen Dynamik der Vorjahre zurückgeblieben. Gleichwohl sei die Zahl der Beratungsgespräche hoch. Dies schlägt sich laut MLP in einer erfreulichen Entwicklung in den Feldern Vermögensmanagement, Sachversicherung und Finanzierung nieder.

Deutliche Rückgänge muss MLP dagegen sowohl in der Altersvorsorge als auch in der Krankenversicherung verzeichnen. Für die Entwicklung in der Krankenversicherung macht der Finanzdienstleister vor allem die Zurückhaltung der Kunden aufgrund der noch offenen Fragen im Zuge der Regierungsbildung verantwortlich. In der Altersvorsorge führe das derzeitige Niedrigzinsumfeld, negative Berichterstattung über Lebensversicherungen und mögliche Steuererhöhungen nach der Wahl zu einer abwartenden Haltung.

Erfreulich bewertet MLP die Entwicklung der Verwaltungskosten, die in den ersten neun Monaten unter dem Wert des Vorjahres liegen. Die Beraterzahl ist demnach erneut leicht auf 1.996 gesunken (30. Juni 2013: 2.012).

MLP-Management erwartet 2013 “solide Gewinne”

“In der Bevölkerung hat sich erkennbar ein Altersvorsorgestau gebildet, der branchenweit zu einem deutlich geringeren Neugeschäft führt. Von dieser Entwicklung kann sich auch MLP nicht vollständig abkoppeln”, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Schroeder-Wildberg.

MLP habe jedoch schon in der Vergangenheit bewiesen, dass man mit schwierigen Marktphasen umgehen könne, so Schroeder-Wildberg weiter. Darauf habe man das Unternehmen in den vergangenen Jahren ausgerichtet. MLP ist demnach robust aufgestellt und werde auch 2013 solide Gewinne erwirtschaften.

Am 14. November 2013 präsentiert der Finanzdienstleister die detaillierten Ergebnisse des dritten Quartals und der ersten neun Monate 2013. (jb)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Google: Die gefragtesten Versicherungsprodukte im ersten Quartal

Deutschen Verbrauchern stehen hunderte Versicherungsprodukte zur Verfügung um die perfekte Absicherung  für sich selbst zusammenzustellen. Welche dieser Produkte aktuell am gefragtesten sind, hat das Online-Marketingunternehmen Mediaworx untersucht.

mehr ...

Immobilien

Scheidung und Hausverkauf: Finanzielle Verluste vermeiden

Lassen sich Paare mit Immobilieneigentum scheiden, stehen sie vor der Frage, was mit dem Haus oder der Wohnung geschieht. Der Immobiliendienstleister McMakler gibt Tipps, welche Schritte Paare unternehmen sollten, um finanzielle Verluste zu vermeiden und zu einer sinnvollen Lösung zu kommen.

mehr ...

Investmentfonds

Die Volatilität ist zurück

Mit der Verunsicherung der Anleger bleibt auch die Volatilität an den Märkten. Doch Auslöser für die Schwankungen ist nicht allein Unsicherheit. Die Volatilität bleibt, aber das ist nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen und Anleger können sich zudem schützen.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank: IT-Vorstand Kim Hammonds tritt zurück

Der Vorstandsumbau bei der Deutschen Bank geht weiter: Nach nur gut eineinhalb Jahren in der Topetage verlässt IT-Vorstand Kim Hammonds das größte deutsche Geldhaus, wie das Institut am Mittwochabend in Frankfurt mitteilte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Immobilienkauf: Notartermin platzt – kein Schadensersatz

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 13. Oktober 2017 – AZ.: V ZR 11/17 – die Haftung eines potenziellen Verkäufers einer Eigentumswohnung bei einem geplatzten Notartermin nur in Ausnahmefällen bejaht.

Gastbeitrag von Oliver Renner, Rechtsanwälte Wüterich Breucker

mehr ...