27. Oktober 2014, 10:51
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Schreckgespenst Altersarmut: Nur jeder zweite Jugendliche baut vor

Ein amerikanisches Sprichwort trifft die eklatanten Probleme deutscher Altersvorsorge besonders gut. “Zukunft ist die Zeit, in der Du bereust, dass Du das, was Du heute tun kannst, nicht getan hast”, lautet die weise Erkenntnis aus Übersee.

Die Weirich-Kolumne

Altersarmut

“Die mangelnde Bereitschaft zu intelligenter Alterssicherung hängt auch mit der Unsicherheit über den richtigen Weg zusammen.”

Betrachtet man die jüngsten Ergebnisse des Vermögensbarometers des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, so trifft jeder Zweite der befragten 14- bis 29-Jährigen keine Maßnahmen zur Absicherung der finanziellen Zukunft.

Die Verdrängung des Alters, das noch früh genug kommt, ist bei Jugendlichen nicht neu. Ein schickes Auto, ein neues Smartphone, eine teure Reise – viele fragen sich, was die Welt kostet. Neu ist freilich der aufsehenerregende Anstieg der Sorglosigkeit junger Leute.

Noch im vergangenen Jahr hatte nur jeder Vierte erklärt, langfristig keinen Sparbeitrag zur Gestaltung seiner eigenen Zukunft zu leisten. Dass die Zahl jener einkommensschwachen Personen und Haushalte, die sich das Sparen zum Vermögensaufbau nicht leisten können, ebenfalls zunimmt, ist nicht minder alarmierend, steht aber auf einem anderen Blatt.

Verkehrte Bewusstseinsbildung

Nirgendwo in Europa sind die Menschen im Schnitt älter als in Deutschland und in der Welt werden wir nur von Japan übertroffen. Mehr als 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ist über 65 Jahre alt, “Super-Ager” werden solche Nationen innerhalb der Vereinten Nationen genannt.

Angesichts des erheblich gestiegenen und weiter wachsenden medizinischen Fortschritts hat jedes zweite heute Neugeborene die Chance, über 90 Jahre alt zu werden. In einer solchen Situation ist es eigentlich die Aufgabe verantwortlicher Politik, die Bürger auf die schwierigen Herausforderungen aufmerksam zu machen und sie auf die Notwendigkeit von umfassender privater Vorsorge neben dem in der Regel nicht ausreichenden gesetzlichen Anspruch hinzuweisen.

Seite zwei: Unsicherheit über den richtigen Weg

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