Anzeige
19. November 2015, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Jeder Makler sollte einen Notfall-Plan haben”

Dr. Peter Schmidt ist Inhaber der Unternehmensberatung Consulting & Coaching und Experte für Bestand und Nachfolge. Im Cash.-Interview hat er über die größten Herausforderungen bei der Nachfolgeplanung gesprochen.

Nachfolge: Jeder Makler sollte einen Notfall-Plan haben

Peter Schmidt: “Jeder Unternehmer sollte seine Firma heute so führen, dass er sie morgen zu einem guten Preis verkaufen könnte.”

Cash.: Was sind die größten Herausforderungen für Makler, die ihren Bestand oder ihr Unternehmen verkaufen wollen?

Schmidt: Der Verkauf eines Maklerbestandes beziehungsweise einer Firma können ein sehr komplexes Thema sein. Dementsprechend sind die Herausforderungen sehr unterschiedlich. Beim Einzelunternehmer gehören zu den wichtigsten Fragen der Grad der Digitalisierung der Kundendaten, die Inhalte des Maklervertrages zwischen Kunde und Makler, die Quote der Kunden mit Maklervertrag und verschiedene weitere qualitative und quantitative Parameter, die wir auch bei der Bewertung eines Bestandes analysieren.

Beim Verkauf eines Unternehmens, beispielsweise einer Makler-GmbH, können neben den Geschäftszahlen und Bilanzen die Fragen der Kapitalanteile verschiedener Gesellschafter, die Regelungen der Satzung zum Verkauf oder auch die Suche nach einem geeigneten und solventen Käufer zum Knackpunkt für den erfolgreichen Verkauf werden. Der scheinbar einfachere Verkauf der “juristischen Person” Maklerfirma kann sich dann doch als schwierig erweisen.

Wie können sich Makler auf den Verkauf vorbereiten?

Im Grunde sollte jeder Unternehmer seine Firma heute so führen, dass er sie morgen zu einem guten Preis verkaufen könnte. Dazu gehört Klarheit zu den grundsätzlichen Fragen des Unternehmertums. Zweck, Ziel und Strategie des Unternehmers müssen im Kontext des Marktumfeldes stimmen. Wenn drei Faktoren klar sind, leitet sich daraus die Art und Weise der operativen Unternehmensführung ab. Vielen Maklern fällt aber genau dieses strategische Handeln schwer. Makler sind oft gute Berater oder Verkäufer aber leider nur mittelmäßige Unternehmer.

Alle drei bis fünf Jahre ist deshalb ein Blick von Außen auf das Maklerunternehmen zu empfehlen. So wie es die großen Konzerne auch machen. Ein spezialisierter Unternehmensberater erkennt schnell, wo die Stärken und Schwächen einer Maklerfirma sind und kann helfen die Probleme zu beseitigen. Und dieses Arbeiten an den Potenzialen bringt sofort kurz- und mittelfristigen Erfolg und ist ein wesentlicher Beitrag dafür, den Wert des Bestandes, den Wert des Unternehmens bis zum Verkauf weiterzuentwickeln.

Dann erst beginnt die konkrete Phase der Vorbereitung auf den Verkauf. Dafür können die Angebote von Dienstleistern am Markt genutzt werden, die einen Nachfolger oder Käufer suchen und auswählen, der zum Verkäufer passt. Dafür sind die Region, des Geschäftsmodell, die Spezialisierung und natürlich auch der Menschentyp einige der Kriterien.

 

Seite zwei: “Zeitnot wirkt sich für den Verkäufer negativ aus

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...