Unternehmensnachfolge: Früh geplant ist halb gewonnen

Die Gestaltung einer optimalen Unternehmens-Nachfolge ist nicht nur emotional, sondern auch betriebswirtschaftlich und rechtlich sehr komplex. Ohne frühzeitige Weichenstellung kann eine Fortführung leicht scheitern. Doch was sind die größten Fallstricke?

Gastbeitrag von Thomas Münzel, New Bizz

Ohne rechtzeitige Weichenstellung scheitert eine Fortführung aufgrund der nicht vorhandenen, gesetzlich geforderten Qualifikation. Viele Versicherer stellen in diesem Fall die Courtagezahlungen ein.

Sich auf den längsten Urlaub des Lebens freuen – die Rentenzeit – das betrifft nicht nur normale Arbeitnehmer, sondern auch selbständige Versicherungsmakler und Agenturisten. Nach empirischen Untersuchungen beträgt das Durchschnittsalter der Versicherungsmakler und Finanzdienstleister bei verschiedenen Versicherern ca. 55 Jahre.

Immer weiter steigende rechtliche und administrative Anforderungen an die Vermittler machen ein „nebenbei Weitermachen“ für Makler im Rentenalter nahezu unmöglich. Grund genug, sich rechtzeitig mit dem Thema Unternehmensnachfolge zu beschäftigen. Studien zufolge haben sich jedoch mehr als die Hälfte der Unternehmer in der Finanzdienstleistung darüber noch keine Gedanken gemacht.

Unternehmensnachfolge: Frühe Planung ist die halbe Miete

Ein Jahrzehnte lang aufgebauter Versicherungsbestand wird nur dann ein effektiver und kalkulierbarer Teil der Altersversorgung, wenn sich ein geeigneter und solventer Nachfolger lokalisieren lässt.

Sofern der Bestand nicht veräußert werden soll, sollte der Prozess der Unternehmensübergabe so früh wie möglich vorbereitet werden – gleichgültig, ob das Unternehmen innerhalb oder außerhalb der Familie übergeben werden soll.

Für das gesamte Procedere sollte ein Zeithorizont von mindestens drei bis fünf Jahren eingeplant werden. So hat man genügend Zeit, sich umfassend zu informieren, zu planen, Alternativen zu prüfen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die größten Fallstricke

Nach Schätzungen finden fast 50 Prozent der Senior-Unternehmer keinen passenden Nachfolger. Häufige Gründe sind eine fehlende Qualifikation oder die Unterschätzung der Herausforderungen an den komplexen Übergabe- und Übernahmeprozess. Im Folgenden wird beschrieben, auf welchen Punkten Ihr Augenmerk liegen sollte.

Finanzielle Rahmenbedingungen exakt definieren

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihr Vermögen und die eigene Altersversorgung, damit die finanziellen Rahmenbedingungen exakt definiert sind. Hilfreich ist dafür eine frühzeitige Bestands- und Unternehmensbewertung, die dann die Basis für die Nachfolgeregelung darstellt.

Nicht nur die betriebswirtschaftliche Konzeption ist zu bewältigen, sondern auch die rechtliche und steuerliche Optimierung der Betriebsübergabe, zum Beispiel Gesellschaftsverträge und weitere Umstrukturierungsmöglichkeiten.

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