Anzeige
Anzeige
4. November 2015, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Man muss den Kunden in den sozialen Netzwerken abholen”

Dragan Matijevic ist Experte für Social-Media-Marketing, Trainer, Speaker und Geschäftsführer der Agentur für digitales Marketing marketeins. Mit Cash.-Online hat er über Chancen und Risiken für Unternehmen in sozialen Netzwerken gesprochen.

Man muss den Kunden in den sozialen Netzwerken abholen

Dragan Matijevic: “Das Gefährliche ist, dass hier eine ganze Branche einen radikalen Wandel in der Kommunikation verschläft.”

Cash.-Online: Warum sollten Unternehmen in sozialen Netzwerken aktiv sein?

Matijevic: Weil wir schon längst in einer verdigitalisierten Welt leben und die reinen Nutzerdaten eine deutliche Sprache sprechen. 96 Prozent der Teenager in Deutschland kennen kein Leben ohne Facebook, die durchschnittliche tägliche Verweildauer eines deutschen Bundesbürgers liegt bei 55 Minuten, und dieser Wert ist sehr beachtlich. Man muss den Kunden da abholen wo er sich aufhält, und dass sind heute immer mehr die sozialen Netzwerke.

Warum tut sich die Versicherungs- und Finanzbranche bisher schwer mit Social-Media-Aktivitäten?

Weil gerade diese Branche sehr konservativ und Sicherheitstechnisch geprägt ist. In einigen Unternehmen aus dieser Branche sind soziale Netzwerke gar verboten, weil man sicherheitstechnische Bedenken hat. Das Gefährliche ist, dass hier eine ganze Branche einen radikalen Wandel in der Kommunikation verschläft. Gehen Sie mit der Zeit, oder Sie gehen mit der Zeit. Der Versicherungskunde im facebook-Zeitalter tickt einfach anders als noch vor zehn Jahren.

Können soziale Netzwerke auch Vertriebskanäle sein?

Soziale Netzwerke sind grundsätzlich in meinen Augen keine Vertriebskanäle. Es geht um Präsenz, Imagetransfer, Erreichbarkeit und zeitgemäße Kommunikation – also zusätzliche flankierende Maßnahmen innerhalb eines Marketing-Mix.

Worauf sollten Finanzdienstleister und Maklerunternehmen bei ihren Social-Media-Aktivitäten achten?

Generell mus jedes Unternehmen “Social-Media-Guidelines” ausarbeiten und diese zwingend einhalten. Welche Beiträge passen zu unserem Unternehmen, was passt in unser CI, was möchten unsere Kunden lesen, wer ist intern dafür verantwortlich? Und weitere solche Fragen müssen strategisch geklärt werden. Ferner lauern auch in den sozialen Netzwerken viele Abmahnfallen – wie etwa fehlerhafte oder unzureichende Impressum- und Datenschutzangaben sowie fehlende Urheberrechte an Fotos, die man postet.

Interview: Julia Böhne

Foto: Dragan Matijevic

 

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Neue Arzneimittel teuer mit wenig Innovationskraft

Die Preise für neue Arzneimittel steigen nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) sprunghaft, während ihre Innovationskraft den Erwartungen nicht gerecht wird. Das geht aus dem “Innovationsreport 2017” der TK hervor, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

mehr ...

Immobilien

Fehlendes Bauland treibt Grundstückspreise in Deutschland

Fehlende Grundstücke und fehlendes Baurecht sind nach einer neuen Studie des Bundes die entscheidende Hürde für bezahlbare neue Wohnungen in Deutschlands Großstädten. Vor allem in den Metropolen trage auch Grundstücksspekulation dazu bei, die Preise in die Höhe zu treiben.

mehr ...

Investmentfonds

Bundestagswahl alles andere als ein Non-Event für die Märkte

Nach Meinung des Vermögensverwalters Blackrock setzt die Bundestagswahl den entscheidenden Rahmen, innerhalb dessen zumindest in den nächsten vier Jahren das Wohl und Wehe auch für die Kapitalanlage entschieden wird.

mehr ...

Berater

Nachfolgeplanung: Den richtigen Partner finden

Nachfolgeplanung ist für Makler von existenzieller Bedeutung. Zum einen müssen sie die Betreuung ihrer Kunden und das eigene finanzielle Auskommen im Ruhestand absichern und zum anderen für den Notfall vorsorgen. Hierauf sollten sie sich möglichst frühzeitig vorbereiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Investitionen in Pflegeheime für US-Senioren

Der Asset Manager Deutsche Finance Group aus München investiert in einen institutionellen Zielfonds mit der Fokussierung auf Pflegeeinrichtungen in den USA.

mehr ...

Recht

Erbschaftsteuer: Geerbter Pflichtteilsanspruch muss versteuert werden

Ein vom Erblasser nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch ist Teil des Nachlasses und muss daher vom Erben versteuert werden. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Pflichtteilsanspruchs durch den Erben geltend gemacht wurde. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

mehr ...